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KI – Kunststoff Information Vollgas ohne Nachtanken! Deutsche Kunststoffbranche boomt ungebremst

| Redakteur: Peter Königsreuther

Seit gut drei Jahren kenne die deutschsprachige Kunststoffbranche eigentlich nur eine Richtung – anhaltend aufwärts. Auch im zweiten Halbjahr 2017 setzte sich diese Entwicklung fort.

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Seit drei Jahren im Aufwind: Die deutsche Kunststoffbranche ist wachstumsmäßig anscheinend nicht aufzuhalten wie der Branchendienst KI – Kunststoffinformation jetzt verlauten läßt. Der einzige Wermutstropfen und Angstmacher, so heißt es, ist der Mangel an qualifiziertem Personal.
Seit drei Jahren im Aufwind: Die deutsche Kunststoffbranche ist wachstumsmäßig anscheinend nicht aufzuhalten wie der Branchendienst KI – Kunststoffinformation jetzt verlauten läßt. Der einzige Wermutstropfen und Angstmacher, so heißt es, ist der Mangel an qualifiziertem Personal.
(Bild: KI Dialog)

Seit 2014 geht es laut Umfrage des Branchendienstes „KI – Kunststoff Information“ mit der hiesigen Kunststoffbranche kontinuierlich nach obenm und die polymere Industrie eile dabei von Rekord zu Rekord. Eine Atempause scheint derzeit nicht in Sicht.

Die Mehrzahl der Branchenvertreter verzeichnet 2017 eine nochmals verbesserte Geschäftsentwicklung im Vergleich zum ersten Halbjahr. Jobmotor und Investitionen liefen entsprechend auf Hochtouren. 53 % der befragten Unternehmen berichteten über einen gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 verbesserten Geschäftsverlauf. Erwartet hatten dies zur Jahresmitte nur 40 % der Branchenvertreter. Nur 9 % der Unternehmen verzeichneten im zweiten Halbjahr eine rückläufige Geschäftsentwicklung.

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Kunststoffbranche stellt Rekord nach Rekord auf

Genau 44 % aller befragten Unternehmen stellten im Berichtszeitraum zusätzliches Personal ein, nur 8 % reduzierte die Belegschaft, wie es weiter heißt. Der Jobmotor Kunststoffbranche läuft damit seit 2012 auf Hochtouren. Als Kehrseite des Erfolgs, so KI, verschärfte sich aber 2017 der Fachkräftemangel. Über 50 % der Unternehmen sahen sich dabei vor Herausforderungen gestellt. Größere Sorgen machte der Branche nur noch die Materialkosten, wobei knapp 60 % der Befragten dieses Thema als kritisch sehen. Das Vertrauen in weiteres Wachstum ist unterdessen ungebrochen. Rund 46 % der Unternehmen wollen in diesem Jahr ihre Investitionen erhöhen, 51 % setzen ihren Investitionsschwerpunkt auf Kapazitätserweiterungen – beide Zahlen seien deutliche Rekordwerte seit Beginn der Umfrage im Jahr 2001.

Gewisse Hürden sind aber zu meistern:

Als größte Herausforderungen für 2018 sehe die Branche weiterhin in puncto Materialkosten, gefolgt von Verkaufspreisen, Personalsuche und der Lieferfähigkeit der Vorlieferanten. Die ehemals relevanteren Personal- und Energiekosten spielen insgesamt nur noch eine untergeordnete Rolle, heißt es. Völlig entspannt zeige sich der deutsche Kunststoffsektor im Hinblick auf den Absatz und den Einfluss des Euro-Kurses.

An der aktuellen Umfrage haben sich laut KI 527 Unternehmen beteiligt. KI befragt seit 2001 im halbjährlichen Rhythmus Führungskräfte der Kunststoffindustrie zu Geschäftsverlauf und -erwartung, Investitionen und Beschäftigung.

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