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Von der Multibusleitung zur AIDA-konformen Verkabelung

| Autor/ Redakteur: Klaus Leuchs / Reinhold Schäfer

Mit einem Installationssystem für die Übertragung von Energie, Signalen und Daten im Automobilbau können Anwender wahlweise auf Kupfer- oder Lichtwellenleitertechnik setzen. Ein jeweils dafür abgestimmtes Komponentenpaket, das auf Profinet basiert, setzt Installationsstandards und ist AIDA-konform ausgelegt.

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Dieses durchgängige Konzept für die Verkabelung von Energie, Signalen und Daten besteht aus V14-Steckverbindern mit zwei verschiedenen Einsätzen für Daten und Signale und dem Push-pull-Power-Steckverbinder für Energie. (Bild: Weidmüller)
Dieses durchgängige Konzept für die Verkabelung von Energie, Signalen und Daten besteht aus V14-Steckverbindern mit zwei verschiedenen Einsätzen für Daten und Signale und dem Push-pull-Power-Steckverbinder für Energie. (Bild: Weidmüller)

Die Automobilindustrie setzt seit Jahren Roboter mit hohen Tragkräften und hoher Wiederholgenauigkeit zum Punktschweißen im Karosserierohbau ein. Diese Präzisionsroboter verfügen über eine umfangreiche Sensorik und Aktorik, um mit kurzen Taktzeiten und hohen Bahngenauigkeiten zum Beispiel einen Schweißpunkt exakt setzen zu können.

Multibusleitung erspart kunden- oder auftragsbezogene Feldbusleitungen

Das Werkzeug, in diesem Fall die Schweißzange des Roboters, wird je nach Ausführung mit elektrischer Energie, Signalen, Kühlwasser oder Pneumatik versorgt. Das geschieht mit drei Schlauchpaketen, in denen die Versorgungsleitungen untergebracht sind: Schlauchpaket eins verbindet den Schaltschrank mit dem Roboterfuß, Schlauchpaket zwei verbindet den Roboterfuß mit Achse drei und das dritte Schlauchpaket stellt die Verbindung von Achse drei zum Roboterkopf dar.

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Für eine separate Energie-, Signal- und Datenübertragung bieten die Roboter nur wenig Platz, deshalb hat man alle drei „Lebensadern“ des Roboters in einer Multibusleitung vereint und diese an jedem Ende mit einem M23-Steckverbinder versehen.

Damit umging man die Notwenigkeit, die jeweilige Feldbusleitung kunden- beziehungsweise auftragsbezogen im Roboter zu montieren. Die Auswahl der Leitungen richtete sich danach, welcher Feldbus in der Anlage vorhanden oder dafür vorgesehen war. Durch den Einsatz einer Multibusleitung umging man das aufgezeigte Problem und erhielt die Möglichkeit, eine standardisierte Roboterverkabelung durchzuführen.

Eine Leitung für die gebräuchlichsten Feldbussysteme reduziert Varianten

Mit einer Leitung für die gebräuchlichsten Feldbussysteme kann der Roboterhersteller Schlauchpaketvarianten reduzieren, das heißt, nur eine Leitung und ein Steckverbinder übertragen Energie, Signale und Daten. Somit ist die Verbindungstechnik im Roboter einheitlich und unabhängig vom Feldbussystem, das in der Fertigung zum Einsatz kommt. Erst die „verbauten“ Feldbuskomponenten definieren, mit welchem Bussystem der Roboter arbeitet.

Roboterhersteller sind so in der Lage, die Varianten zu reduzieren. Außerdem senken die einfache Handhabung sowie die reduzierte Lagerhaltung die Kosten. Der etwas höhere Preis einer Multibusleitung wird durch die Vorteile der Standardisierung schnell aufgefangen. Doch außer den Vorteilen hat die beschriebene Verdrahtung auch Nachteile.

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