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Ex-Schutz

Von Gefährdungsbeurteilungen und Explosionsschutzdokumenten

| Autor / Redakteur: Roland Kinkl / Victoria Sonnenberg

Anforderungen an das Explosionsschutzdokument

Die oben genannten drei Ansätze sind auch Grundlage der Bewertung des Explosionsschutzes. Mit dem Ziel, Explosionen zu verhindern, und des Schutzes gegen Explosionen trifft der Arbeitgeber die der Art des Betriebes entsprechenden technischen und/oder organisatorischen Maßnahmen nach folgender Rangordnung von Grundsätzen:

  • Verhinderung der Bildung explosionsfähiger Atmosphären oder, falls dies aufgrund der Art der Tätigkeit nicht möglich ist,
  • Vermeidung der Zündung explosionsfähiger Atmosphären und
  • Abschwächung der schädlichen Auswirkungen einer Explosion, um die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer zu gewährleisten.

Wo erforderlich, werden diese Maßnahmen mit Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Explosionen kombiniert und/oder durch sie ergänzt; sie werden regelmäßig überprüft, auf jeden Fall aber dann, wenn sich wesentliche Änderungen ergeben.

Die Bildung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphären zu vermeiden, kann durch die Maßnahmen Belüften (natürlich oder technisch), Vermeidung der brennbaren Stoffe, Inertisieren oder Konzentrationsbegrenzung erfolgen.

Die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) geben dabei den Stand der Technik wieder. Die Technische Regel konkretisiert die BetrSichV hinsichtlich der Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen sowie der Ableitung von geeigneten Maßnahmen.

Absaugung ist möglichst bodennah auszuführen

Bei Anwendung der beispielhaft genannten Maßnahmen kann der Arbeitgeber insoweit die Vermutung der Einhaltung der Vorschriften der BetrSichV für sich geltend machen. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, hat er die gleichwertige Erfüllung der Verordnung schriftlich nachzuweisen. Die TRBS 2152 ff und 1253 liefern Erkenntnisse für die Explosionsgefährdung. Welche Ausführungen sind nun anzutreffen am Beispiel der Lagerung brennbarer Flüssigkeiten?

Bei der Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten oder auch bei deren Ab- oder Umfüllen kommen im Bereich des primären Explosionsschutzes in der Hauptsache technische Lüftungen zum Einsatz, ob es nun einfache Lüftungsanlagen, die einen 0,4-fachen Luftwechsel (Bild 1) realisieren, oder Anlagen bis hin zum 2- oder 5-fachen Luftwechsel (Bild 2 und 3) sind.

Dabei ist sichergestellt, dass bei höherem Luftwechsel keine gefährlichen explosionsfähigen Atmosphären entstehen können oder bei geringerem Luftwechsel der Lagerbereich in die Zone 2 einzustufen ist. Da die Dampf-Luft-Gemische in der Regel schwerer als Luft sind, ist die Absaugung möglichst bodennah auszuführen (Bild 4).

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