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Hydraulikleitungen

Voss Fluid auf dem Weg zum Systemanbieter

| Redakteur: Rebecca Vogt

Voss Fluid hat unter anderem in eine dritte Rohrbiegemaschine investiert.
Voss Fluid hat unter anderem in eine dritte Rohrbiegemaschine investiert. (Bild: Voss Fluid)

Mit einer Investition in Höhe von rund 1 Mio. Euro hat Voss Fluid seinen Maschinenpark erweitert. Zu den Neuanschaffungen zählen etwa eine neue Rohrbiegemaschine, eine Sägeanlage, ein 3D-Messgerät und eine Induktionslötanlage. Das Unternehmen will so künftig konfektionierte Rohr- und Schlauchleitungen als Komplettlösung an seine Kunden liefern können.

Nach dem Motto „Alles aus einer Hand bei gewohnter Qualität“ habe man in den Maschinenpark am Standort Wipperfürth investiert, heißt vom Unternehmen. Voss Fluid ist als Hersteller von Rohrverschraubungen bekannt. Bislang fehlten im Sortiment jedoch einbaufertige Hydraulikleitungen – also komplette Rohrleitungen mit den passenden Anschlusskomponenten sowie Schlauchleitungen mit den dazugehörigen Schlaucharmaturen.

Von den Kunden seien diese Komplettlösungen zunehmend nachgefragt worden, heißt es – um sämtliche Komponenten aus einer Hand erhalten zu können. Deswegen habe man im Zuge der Entwicklung hin zum Systemanbieter in den Ausbau des Maschinenparks investiert, so Voss Fluid.

Neben der klassischen hydraulischen Verbindungstechnik bietet der Hersteller nun somit auch individuell zugeschnittene Rohr-Schlauch-Kombinationen an. Alle metallischen Komponenten sind laut Hersteller zudem standardmäßig mit Voss-Coat, einer eigens entwickelten Zink-Nickel-Beschichtung, versehen – was sie besonders korrosionsbeständig und widerstandsfähig mache.

3D-Analyse soll Messfehler ausschließen

Um die Rohrleitungen entsprechend bearbeiten zu können, wurden eine dritte Rohrbiegemaschine und eine Sägeanlage gekauft. Ein neues 3D-Messgerät ermöglicht die maschinelle Vermessung der gebogenen Rohrleitungen. Fehlerhafte Messungen können so laut Voss nahezu ausgeschlossen werden.

Die Maschine fotografiert mit moderner Kameratechnik alle Rohre aus verschiedenen Perspektiven. Mit den daraus gewonnenen Daten könnten auf den Mikrometer genau Korrekturen vorgenommen werden. Man sei so in der Lage, dick- und dünnwandige Hydraulikleitungen mit bis zu 6 m Länge und einem Außendurchmesser von bis zu 60 mm genau nach Anforderung der Kunden zu fertigen.

Geringere Fertigungszeit, höhere Leckagesicherheit

Außerdem hat das Unternehmen in eine Laseranlage zur Beschriftung und Kennzeichnung der Rohre, in ein Orbitalschweißgerät, eine Induktionslötanlage und eine Umformmaschine mit 18 t Druckkraft investiert. Die Induktionslötanlage stelle sicher, dass die Bauteile ohne zusätzliches Flussmittel verlötet werden könnten, wodurch eine aufwendige Reinigung nach dem Verbindungsprozess entfalle.

Voss strebt mit diesen Investitionen nach eigenen Angaben eine höhere Automatisierung im Qualitätsmanagement an. Alexander-Peter Schmidt, Leiter des Bereichs Einbaufertige Leitungssysteme bei Voss Fluid, meint: „Der Vorteil für unsere Kunden liegt darin, dass wir nun Rohr-Schlauch-Kombinationen in schlanken und damit effizienteren Arbeitsschritten herstellen können. Wir sind beispielsweise in der Lage, Schlauchleitungen mit geraden Rohren zu verbinden und anschließend zu biegen. Da bereits gebogene Teile schwieriger zu handeln sind als gerade Komponenten, gewinnen wir mit unserer Methode Zeit.“

Die neuartige Umformanlage ermöglicht es dem Hersteller, Schlauchkonturen an- beziehungsweise umzuformen. Da dieser Prozess komplett am einzelnen Bauteil geschieht und ein einzelnes Bauteil stets dichter ist als Verbindungen von mehreren Elementen, entsteht eine höhere Leckagesicherheit, wie Voss Fluid mitteilt.

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