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Datenbrillen VW nutzt 3D-Datenbrille jetzt in Serie

| Redakteur: Bernd Maienschein

Nach drei Monaten Pilotversuch in der Wolfsburger Werkslogistik hat sich Volkswagen jetzt zum Roll-out der 3D-Datenbrillen im Kommissionierbereich entschieden. Ziel ist eine höhere Prozesssicherheit in der Produktion.

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In der Kommissionierung des VW-Werks Wolfsburg werden 3D-Datenbrillen jetzt in Serie eingesetzt – zunächst 30 Stück.
In der Kommissionierung des VW-Werks Wolfsburg werden 3D-Datenbrillen jetzt in Serie eingesetzt – zunächst 30 Stück.
(Bild: VW)

Die Vorteile der Datenbrille liegen laut Volkswagen auf der Hand: Der Nutzer erhält in seinem Sichtfeld der Brille automatisch alle notwendigen Informationen, wie den Entnahmeplatz oder die Teilenummer, eingeblendet. Dabei ermöglichen Touch- oder Sprachbedienung eine möglichst einfache Handhabung. Grundsätzlich hat der Mitarbeiter während der Arbeit also beide Hände frei. Die Kamera der Brille dient zudem als Barcode-Scanner. Hierbei werden richtige Barcodes und Entnahmen in Grün dargestellt – und falsch entnommene Teile Rot eingefärbt. Reinhard de Vries, Leiter Werkslogistik Wolfsburg, sagt: „Die Digitalisierung hält zunehmend Einzug in die Produktion. Mit der Datenbrille heben wir die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Systemen auf ein neues Niveau.“

30 VW-Werker nutzen momentan die 3D-Brille

Der Einsatz der Datenbrille erfolgt auf freiwilliger Basis, damit die Mitarbeiter sukzessive an die neue Technologie herangeführt werden. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit können auch neue Mitarbeiter schneller eingearbeitet werden. Aktuell arbeiten 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen wie der Frontscheibe oder der Gelenkwellen mit der Datenbrille. Aufgrund der positiven Erfahrung ist geplant, die Datenbrille auch in weiteren Bereichen, Werken und Marken einzusetzen.

Betriebsrat Mario Kurznack-Bodner: „Der Nutzen von neuer Technik wie den Datenbrillen lässt sich nur dann vernünftig bewerten, wenn wir sie auch im Serieneinsatz checken. Dabei gehen die Kolleginnen und Kollegen unvoreingenommen an die Sache. Neben Kriterien wie Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist es dem Betriebsrat wichtig, dass die Erfahrungen der Beschäftigten aufgenommen werden und dann auch in den Arbeitsalltag einfließen.“

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