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Warehouse-Management-System

Warehouse Management macht Anwender zu Herren der Prozesse

| Autor/ Redakteur: Rainer Barck / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Ein Elektronikproduzent stellt die IT-Infrastruktur für sein Distributionslager bei laufendem Betrieb um. Das neue Warehouse-Management-System steigert nicht allein die Transparenz und Effizienz im Lager. Mit seinen Managementfunktionen schafft es die Basis für weitere Prozessoptimierungen und zusätzliches Wachstum.

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Bild 1: Bei Würth Elektronik Eisos werden zur Zeit – bei laufendem Betrieb – Prozesse und IT-Infrastruktur des Versandlagers neu geordnet.
Bild 1: Bei Würth Elektronik Eisos werden zur Zeit – bei laufendem Betrieb – Prozesse und IT-Infrastruktur des Versandlagers neu geordnet.
(Bild: Würth Elektronik)

Gut Ding will Weile haben, sagt der Volksmund. Wenn es allerdings um die Prozesse im Lager geht, ist Entschleunigung das Letzte, was die Betreiber wünschen. Effizienz, Flexibilität und Transparenz sind die Anforderungen an modernes Warehousing. Basis dafür: eine leistungsstarke IT. Doch die muss zunächst implementiert werden. Und das lässt sich in Projekten oft nur in kleinen Schritten realisieren.

Versandlager für passive Bauelemente wird umstrukturiert

Wie Peter Schlechtinger, Projektleiter bei der Würth Elektronik Eisos GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der Würth Elektronik Gruppe, erklärt, muss der Betrieb weiter gehen, ohne dass die Kunden von den internen Umstellungen etwas bemerken. Gegenwärtig strukturiert das Unternehmen bei laufendem Betrieb die Prozesse und die IT-Infrastruktur seines weltweiten Versandlagers für passive Bauelemente in industriellen Anwendungen am Standort Waldenburg neu (Bild 1). Das Unternehmen erwartet innerhalb der kommenden zehn Jahre eine Vervierfachung seines Umsatzes, hauptsächlicher Grund für das Projekt. Parallel dazu verändert sich die Auftragsstruktur. Die Auftragszahlen steigen, die Aufträge selbst werden aber immer kleinteiliger. Mit der bisher geübten Praxis, das Lager über das Warenwirtschaftssystem zu steuern, konnte Würth die Anforderungen nicht mehr erfüllen. Daher hat man jetzt zunächst ein modernes Warehouse-Management-System installiert, bevor man in der nächsten Projektstufe die Prozesse optimieren und Automatisierungsprozesse einführen wird.

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Bestände und Prozesse mittels Warehouse Management transparent machen

Normalerweise ist das empfohlene Vorgehen genau anders herum, aber bei Würth ging es im ersten Projektschritt vorrangig darum, mit Hilfe der IT erst einmal Transparenz über Bestände und Prozesse zu gewinnen, bevor die Prozesse schließlich neu strukturiert werden. Daher benötigte man ein Warehouse-Management-System, das ein Höchstmaß an Flexibilität bietet. Man wollte bei den späteren Veränderungen im Lager das Warehouse-Management-System mit wenig Aufwand selbst konfigurieren können, ohne aufwendige Neuprogrammierungen vornehmen zu müssen. Den Zuschlag erhielt das Warehouse-Management-System PSI WMS der PSI Logistics, Berlin. PSI WMS ist be-reits in seinen Standardmodulen zukunftsfähig ausgelegt und bietet Würth auch die Möglichkeit, das System künftig in eigener Regie an die sich stets ändernden Prozesse anzupassen. Denn die Software ist auf eine kundeneigene Konfiguration ausgerichtet. Damit ist man bei Würth Elektronik Eisos künftig dauerhaft Herr seiner Prozesse.

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