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Logistikinnovationen

Warentransfer der Zukunft: Mit über 1000 km/h über Stock und Stein

| Redakteur: B.A. Sebastian Hofmann

Für den Hyperloop-Wettbewerb von SpaceX haben Studierende der Hochschule Emden/Leer und der Universität Oldenburg ein Gefährt entwickelt, das Waren in rasender Geschwindigkeit transportieren kann. Tatkräftige Unterstützung bekam die Gruppe bei ihrer Arbeit von Continental.

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Der Hyperloop-Prototyp der Studierendengruppe erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h.
Der Hyperloop-Prototyp der Studierendengruppe erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h.
(Bild: Continental / Hochschule Emden/Leer / Universität Oldenburg)

Sogenannte Hyperloops gelten vielen heute als eine der Logistiktechnologien der Zukunft. Die kapselförmigen Vehikel bewegen sich in Vakuumröhren mit über 1000 km/h voran und können dabei Güter und Materialien aller Arten befördern. Im Vergleich zu herkömmlichen Transportlösungen sind sie deutlich umweltfreundlicher und effizienter – einer Magnetschwebetechnik und dem geringen Luftwiderstand in den luftleeren Röhren sei Dank. Bei einem jährlichen Wettbewerb kürt das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX deshalb jährlich die besten und schnellsten Hyperloop-Fahrzeuge der Welt.

In diesem Video erfahren Sie, wie der öffentliche Personen- und Nahverkehr in der Zukunft durch Hyperloops revolutioniert werden könnte. Denkbar ist dieses Szenario natürlich auch im Hinblick auf logistische Anwendungen außerhalb der Personenlogistik.

Auch zuletzt war wieder ein deutsches Team am Start: Wochenlang haben Studierende der Hochschule Emden/Leer und der Universität Oldenburg an ihrem Prototypen gebastelt. Jetzt bringt das fertige Gefährt 250 kg auf die Waage und erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 500 km/h. Im Inneren des Wagens befindet sich ein leistungsstarker Antrieb. „Dafür brauchten wir ein hohes Drehmoment und einen sehr belastbaren Riemen“, erklärt Prof. Dr. Neu, Hyperloop-Experte der Hochschule Emden/Leer und Betreuer des Studierendenprojekts. „Continental hatte uns dabei zunächst beraten und schließlich den geeigneten Spezialriemen zur Verfügung gestellt.“

MM Innovationstag „Vernetzte Maschinen in KMU“

Den digitalen Wandel in der Produktion bewältigen


Am 21. November findet der MM Innovationstag „Vernetzte Maschinen in KMU“ in Garching statt. Mit dabei ist auch das letztjährige Münchner Hyperloop-Team, das den SpaceX-Preis bereits dreimal in Folge nach Deutschland geholt hat.

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Ihre erste Bewährungsprobe haben Fahrzeug und Riemen bereits bestanden – und zwar auf der SpaceX-Teststrecke in Los Angeles: Das Team platzierte sich beim Testlauf unter den Top 10 des Wettbewerbs. „Bis der erste Hyperloop aber tatsächlich für den Warentransport genutzt wird, werden noch etwa drei bis fünf Jahre vergehen“, meint Neu. „Diverse Probestrecken werden vielerorts jedoch schon heute gebaut, zum Beispiel in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Frankreich. Auch die Strecke Wien-Prag ist im Gespräch.“

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