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Strahlanlagen Wartung und Pflege verlängern Lebensdauer von Strahlanlagen

| Autor/ Redakteur: Mario Hintzen / Stéphane Itasse

Durch die regelmäßige Inspektion und Wartung können besonders bei Strahlanlagen die Lebenszykluskosten gesenkt beziehungsweise im Griff gehalten werden. Denn das Strahlmittel, das Effekte auf den Oberflächen der Werkstücke bewirkt, kann die Maschinen stark schädigen. Teure Reparaturen sind die Folge.

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Bild 1: So sollte der Strahlmittelschleier bei einer funktionierenden Aufbereitung aussehen.
Bild 1: So sollte der Strahlmittelschleier bei einer funktionierenden Aufbereitung aussehen.
(Bild: Agtos)

Daher widmet sich der Strahlanlagenspezialist Agtos mit Sitz in Emsdetten neben dem Verkauf der selbst konstruierten und in eigenen Werken gefertigten Strahlanlagen und dem Verkauf optimierter gebrauchter Strahlmaschinen in besonderem Maße dem Service für Anlagen dieser Art. Dies beinhaltet Inspektionen, Wartungs- und Reparaturarbeiten ebenso wie Modernisierung und Leistungssteigerung der Maschinen. Wie mit jedem hochwertigen Investitionsgut sollte sich der Betreiber auch mit der Technik seiner Strahlmaschine auseinandersetzen.

Strahlmittelsilo sollte stets gut gefüllt sein

Schon die Beachtung einiger weniger Grundregeln kann entscheidend zur Kostensenkung im Produktionsalltag beitragen. So sagt beispielsweise die Zusammensetzung des Strahlmittels bereits viel darüber aus, ob das Betriebsgemisch beobachtet wird. Damit wird deutlich, ob zum Beispiel die Windsichtung gut funktioniert.

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Wichtig ist zunächst die tägliche Kontrolle, Wartung und Pflege bestimmter Baugruppen durch das Bedienpersonal. Daher sollte zunächst darauf geachtet werden, dass der Bunker – also das Strahlmittelsilo – stets gut gefüllt ist. Häufig wird die Füllstandskontrolle vernachlässigt.

Das geht so weit, dass die Amperemeter im Schaltschrank keine Leistungsaufnahme der Turbinen mehr anzeigen können – weil kein Strahlgut vorhanden ist. Und das, obwohl am Schaltschrank oftmals sogar Warnlampen blinken und eine Textmeldung im Display permanent den Bediener auffordert, Strahlmittel aufzufüllen.

Wenn die Füllmenge nicht am Schaltschrank angezeigt wird, müssen die Siebe in den Aufbereitungen vom Bediener oder Wartungstechniker entfernt werden, um den Füllstand kontrollieren zu können. Die Betriebsanweisung der Strahlanlage wird ebenfalls auf kurzfristige Kontrollen der Siebe hinweisen. Dabei lässt sich leicht feststellen, ob sie verschmutzt beziehungsweise verstopft sind. Leider beobachten die Agtos-Servicetechniker in der Praxis immer häufiger, dass die Strahlmittelaufbereitung der Strahlmaschinen nicht gewartet wird.

Regelmäßiges Nachfüllen erhält die Struktur des Strahlmittels

Das Strahlmittelgemisch im Bunker ist ein wichtiger Faktor im Strahlprozess. Ein Betriebsgemisch, das regelmäßig mit kleinen Mengen nachgefüllt wird, behält eine gleichmäßige Struktur. Die Anteile von Grob-, Mittel- und Feinkorn bleiben konstant. Und das ist sehr wichtig für die Oberfläche beziehungsweise für das konstante Strahlergebnis. Wenn über einen längeren Zeitraum kein neues Strahlmittel nachgefüllt wird, sinkt der Korngrößendurchschnitt im Betriebsgemisch, da das Strahlmittel durch mehrfache Umläufe bricht und sich abnutzt.

Die gestrahlten Flächen werden nicht mehr rau genug oder nicht richtig gereinigt. Das kann ganz besonders dann zum Problem werden, wenn gestrahlte Werkstücke zum Beispiel anschließend pulverbeschichtet werden sollen. Als Folge werden die Strahlzeiten erhöht oder Durchlaufgeschwindigkeiten verringert – beides ist unwirtschaftlich.

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