China Market Insider Warum deutsche Autozulieferer auf China setzen – und umgekehrt

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Melanie Krauß

Die wachsende Wichtigkeit Chinas für die deutsche Autoindustrie wird oft negativ diskutiert. „Abhängigkeit“ ist dann das Schlüsselwort. Doch die zunehmende Verzahnung der Industrien bewirkt auch viel Positives.

(Bild: ©Eisenhans - stock.adobe.com)

Für das Aufspüren neuer Trends, Forschung & Entwicklung und das Erproben neuer Geschäftsmodelle wird China immer mehr zu einem wichtigen Partner deutscher OEM und Zulieferer. Zunächst aber ein kurzes Update zur Wichtigkeit Chinas als Absatzmarkt für die deutsche Autoindustrie. Im ersten Quartal dieses Jahres sind die Autoverkäufe von VW, BMW und Daimler in China um 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf eine Studie von Ernst & Young (EY). „Vier von zehn neue Autos von Volkswagen, BMW und Daimler sind an chinesische Kunden überreicht worden,“ schreibt Xinhua.

Einschränkend ist zu sagen, dass die Zahlen Anfang 2020 wegen Corona nicht die Besten waren. Dennoch bleibt absolut richtig, dass China als Exportmarkt für die deutsche Automobilindustrie nicht nur eine willkommene Rettung vor den Lockdowns der globalen Coronakrise war, sondern auch der größte Wachstumsmarkt überhaupt ist. Dass daraus Abhängigkeit entsteht, ist leider wahr.