Sicherheitskupplung Warum die Maschine einen „Airbag“ braucht

Autor / Redakteur: Angela Struck / Stefanie Michel

Warum eine Sicherheitskupplung im Antriebsstrang wichtig ist, weiß fast jeder Ingenieur. Die Realität sieht manchmal anders aus. Deshalb zeigt Mayr Antriebstechnik, welche Nachteile Alternativen mit sich bringen und was bei der Auswahl einer Sicherheitskupplung zu beachten ist.

Die Anforderungen in Stahl-Walzwerken sind enorm. Die Sicherheitskupplungen EAS-HT von Mayr Antriebstechnik sorgen für zuverlässigen Schutz und erhöhen die Anlagenverfügbarkeit deutlich.
Die Anforderungen in Stahl-Walzwerken sind enorm. Die Sicherheitskupplungen EAS-HT von Mayr Antriebstechnik sorgen für zuverlässigen Schutz und erhöhen die Anlagenverfügbarkeit deutlich.
(Bild: shutterstock)
  • Sicherheitskupplungen schützen Maschinen vor Schäden bei Überlastfällen. Deshalb sollte der Endabnehmer darauf bestehen, dass sie im Antriebsstrang integriert sind.
  • Es gibt Alternativen: die elektronische und die softwarebasierte Überwachung. Doch beides ist entweder zu langsam oder zu ungenau.
  • Sicherheitskupplungen hingegen trennen die Seiten des Antriebsstrangs in Sekundenschnelle. Das senkt den Reparaturaufwand und erhöht die Anlagenverfügbarkeit.

Damit moderne Maschinen die heute geforderten hohen Geschwindigkeiten und Genauigkeiten bereitstellen können, müssen die Konstruktionen eine gewisse Steifigkeit aufweisen. Kommt es zu Fehlern in Programmierung oder Bedienung sowie zu äußeren Einwirkungen durch Fremdkörper, kann ein Überlastfall im Antriebsstrang entstehen. Solch ein Störfall führt gegebenenfalls zu harten Kollisionen. Die dabei einsetzenden zu hohen Drehmomente können die Bauteile beschädigen oder gar zerstören.

Um einen solchen Überlastfall abzufedern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Teure Folgeschäden lassen sich am besten mit einer blitzschnell trennenden, mechanischen Sicherheitskupplung verhindern (auch Überlastkupplung oder Drehmomentbegrenzer genannt). Sie sorgt durch die exakte Begrenzung des Drehmoments dafür, dass die Bauteile nicht über ihre zulässigen Werte belastet werden.