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Infoteam Software

Was Industrie 4.0 für den Mittelstand bedeutet

| Redakteur: Stefanie Michel

Andreas Turk: Head of Business Segment Automation bei Infoteam Software: „Industrie 4.0 ist zum ganz großen Teil ein Softwarethema. Ohne Software geht nichts, die Voraussetzungen darüber hinaus sind überschaubar und im Wesentlichen organisatorischer Art.“
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Andreas Turk: Head of Business Segment Automation bei Infoteam Software: „Industrie 4.0 ist zum ganz großen Teil ein Softwarethema. Ohne Software geht nichts, die Voraussetzungen darüber hinaus sind überschaubar und im Wesentlichen organisatorischer Art.“ (Bild: Infoteam Software)

„Industrie 4.0“ ist in aller Munde, hat aber für jedes Unternehmen unterschiedlichste Bedeutung. Andreas Turk, Head of Business Segment Automation bei der Infoteam Software AG, erklärt im Interview, wie der Mittelstand profitieren kann, welche Bedeutung die Software für Industrie 4.0 hat und wie Datensicherheit gewährleistet werden kann

Herr Turk, Industrie 4.0 bietet großes Potenzial. Doch hat aus Ihrer Sicht eines etablierten mittelständigen Softwaredienstleisters der Mittelstand überhaupt eine reelle Chance, Industrie 4.0 aktiv mitzugestalten?

und wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Turk: Die Bundesregierung erklärt insbesondere den Mittelstand als eine Zielgruppe ihrer Initiative. Wenn man sich überlegt, dass die Ausrüster für deutsche und internationale Produktionsunternehmen sehr häufig deutsche Mittelständler sind, dann wird offensichtlich, dass es ohne sie gar nicht geht. Die Bundesregierung hat eine offensive Unterstützung angekündigt, durch Vernetzung, Know-how-Transfer und Forschungsförderung, um speziell den Mittelstand gegenüber internationalen Konzernen zu stärken. Zusätzlich gibt eine Studie der Bitkom das Marktvolumen bis 2025 mit 78 Mrd. € an – nur in Deutschland und für ausgewählte Branchen. Die Chancen sind also enorm. Und trotzdem werden einige den Trend verschlafen. Es liegt also gerade an uns mittelständischen Unternehmen, mit konkreten Anwendungsszenarien die Bereitschaft für Investitionen zu wecken und eine Rechtfertigungsgrundlage dafür zu schaffen.

Und wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Die Digitalisierung von Daten ist die Grundlage für alle Szenarien der Industrie 4.0. Ohne Digitalisierung kein Zusatznutzen. Die Herausforderungen liegen also darin, Altsysteme zu digitalisieren, Schnittstellen, Formalismen und Prozesse zu standardisieren und Datensicherheit sowie Datenschutz zu gewährleisten. Alles Themen, die wir bei Infoteam so bereits umsetzen.

Für den Mittelstand bietet Industrie 4.0 erst dann eine große Chance, wenn die Kunden einen Mehrwert daraus ziehen können. Welche könnten das konkret sein?

Turk: Wichtigste Grundlage ist das Verständnis dafür, dass Industrie 4.0 nur dann konkrete Vorteile bietet, wenn die Ideen konsequent umgesetzt werden. Die Beispiele für Mehrwert sind dann vielseitig: So kann die Fertigung auf Störungen oder geänderte Abläufe selbstständig flexibel reagieren. Sie ist auch in der Lage, selbstständig zu agieren, was menschliche Fehler reduziert. Einher geht die Umstellung mit einem gesteigerten Automatisierungsgrad. Durch verringerte Stillstands Zeiten und geringeren Betreuungsaufwand läuft die Fertigung ökonomischer. So können auch Energieverbrauch und -erzeugung optimiert werden, beispielsweise durch die Nutzung von Prozessabwärme. Insgesamt reduzieren sich die Kosten, sodass sich Investitionen schnell rentieren. Somit ist es möglich, mit Industrie 4.0 einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten.

Ergänzendes zum Thema
 
Industrie 4.0 aus der Flasche
Das Unternehmen Infoteam beteiligt sich mit einem Agentensystem an dem Forschungsprojekt Robofill 4.0.

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