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Industrielle Online-Auktionen

Was Verkäufer bei der Wahl des Online-Auktionshauses beachten sollten

| Autor / Redakteur: Frank Engel / Robert Horn

Online-Auktionen im B2B-Bereich sind oft komplexe Angelegenheiten, die erfahrene Anbieter verlangen.
Online-Auktionen im B2B-Bereich sind oft komplexe Angelegenheiten, die erfahrene Anbieter verlangen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Was Amazon, Ebay und Co. schon vor Jahren salonfähig gemacht haben, hält auch im industriellen B2B-Bereich immer stärker Einzug. Der Wahl des richtigen Auktionshauses fällt hierbei eine Schlüsselposition zu, den oftmals handelt es sich bei der anzubietenden Ware um komplexe Maschinen, Anlagen oder ganze Betriebe.

Wir haben uns als Privatpersonen daran gewöhnt, bei Amazon einzukaufen, bei eBay einen gebrauchten Artikel zu ersteigern und unsere Geldbewegungen per Onlinebanking zu regeln. Der Trend geht seit Jahren in Richtung Onlinehandel auf allen Ebenen. Dies gilt auch im industriellen Bereich. Online-Auktionen, auch E-Auktionen genannt, spielen im B2B-Geschäft als Beschaffungsinstrument eine immer größere Rolle. So wächst die Anzahl der Unternehmen, welche Beschaffung und Verkauf in diesem Bereich digitalisieren, rasant. Worauf aber müssen Verkäufer achten, wenn sie ihren Betrieb oder Teile ihres Bestands per Auktion veräußern möchten? Wie finden sie ein kompetentes und vertrauenswürdiges Online-Auktionshaus?

Wer Betriebsbestandteile oder einen ganzen Betrieb veräußern möchte, agiert aus unterschiedlichsten Motiven. Von der Betriebsmodernisierung und -erweiterung bis hin zur Geschäftsaufgabe reicht das Spektrum. Nicht selten spielt der Faktor „Zeit“ eine gewichtige Rolle, wenn es darum geht, durch den Verkauf rasch Liquidität zu generieren oder eine Immobilie zur weiteren Nutzung zu räumen.

Eine Online-Auktion ist hierbei ein sehr guter Weg, um schnell einen passenden Käufer für Assets zu finden. Dies funktioniert aber nur dann reibungslos, wenn das Auktionshaus über große Erfahrung verfügt und ein umfangreiches Leistungspaket bietet. Es ist ein großer Unterschied, ob man etwa per Ebay privat einen Bauernschrank günstig verkaufen möchte, oder wenn in größerem Umfang technisches Betriebsinventar zum Verkauf angeboten wird. Je länger die Historie des Auktionators zurückgreift, umso umfassender wird dessen Erfahrung sein. Kein Projekt ist wie das andere, sodass sich ein großer Erfahrungsschatz letztlich positiv für den Verkäufer auswirkt.

Reichweite des Online-Auktionshauses

Wie sieht es mit dem Erreichen der potenziellen Käuferschichten aus? Ist die Kompetenz lediglich regional oder national gelagert, oder werden auch internationale Käufer erreicht? Je größer die Reichweite der Auktionsplattform ist, umso besser stehen die Chancen, die angebotenen Waren durch einen Wettbewerb unter den internationalen Bietern zu einem hohen Endpreis zu verkaufen.

Oftmals sind Produktionsanlagen sogar so speziell, dass es hierfür weltweit nur eine Handvoll potentieller Käufer gibt. In diesem Fall muss das Auktionshaus in der Lage sein, Bieter auch über Kontinente hinweg zu erreichen, um diese in die Auktion einzubeziehen. So ist ein gutes Google-Ranking sowie eine internationale Marketingabteilung Pflicht für ein Online-Auktionshaus. Es geht aber keineswegs nur um virtuelle Reichweite.

Wenn der Auktionator über physische Niederlassungen in verschiedenen Ländern verfügt, hat er dadurch nicht nur Zugriff auf möglichst viele Interessenten, sondern durch die räumliche Nähe und die Fähigkeit, in der Muttersprache zu agieren, kann er die Mentalität der potentiellen Käufer einschätzen und einen engen Kundenkontakt pflegen.

Rundumbetreuung erwünscht

Darüber hinaus muss ein gutes Auktionshaus dem Verkäufer eine Rundum-Betreuung bieten. Dazu gehören zum Beispiel die grundlegende Beratung zur Veräußerung und die Unterstützung beim Vertragswesen, Prozessmanagement, Zoll, bei der Demontage, beim Transport und bei der Remontage der Anlagen. Die gesamte finanzielle und steuerliche Abwicklung bis hin zu Inkassodiensten muss im Angebot enthalten sein. Das detaillierte Angebot soll aufzeigen, was, wie und in welchem Zeitrahmen verkauft werden kann.

Hierbei ist Rücksicht auf die zeitliche und unternehmerische Situation des Kunden zu nehmen. Um die Prozesse schlank zu halten, sollte der Auktionator ein professionelles Projektmanagement mit einem Single Point of Contact anbieten, sich nahtlos in die Projektstruktur des Unternehmens einfinden und eine fristgerechte Projektdurchführung gewährleisten.

Ein weiterer entscheidender Pluspunkt für ein Auktionshaus: Verfügt es über ein Programm zum Project Asset Management? Dieses hilft mittelständigen und großen Unternehmen, nicht mehr benötigte Maschinen und Anlagen sowie Warenbestände zu strukturieren und intern zu verteilen. Auf diese Weise kann die interne Anlagenumschichtung optimiert werden.

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