Suchen

Registrierungspflichtiger Artikel

Werkzeugbauer in der Liefer-Falle Wege aus dem Würgegriff

| Autor / Redakteur: Christoph Fasel und Stéphane Itasse / M. A. Benedikt Hofmann

Der deutsche Werkzeugbau steht vor dem Abgrund: Mit unfairen Methoden versuchen Kunden, ihre Liquiditätsprobleme auf die Lieferanten abzuwälzen. MM hat die dreisten Praktiken recherchiert. Und zeigt, welche Möglichkeiten Lieferanten haben, den Kampf David gegen Goliath aufzunehmen.

Firma zum Thema

MM zeigt, welche Möglichkeiten Lieferanten haben, den Kampf David gegen Goliath aufzunehmen.
MM zeigt, welche Möglichkeiten Lieferanten haben, den Kampf David gegen Goliath aufzunehmen.
(Bild: © rudall30 - stock.adobe.com )

„Ich komme mir vor wie ein Bittsteller!“ Gerhard Blomberg* schüttelt den Kopf: „Dabei haben wir doch gerade erst unserem Kunden Spezialwerkzeuge für über 130.000 Euro geliefert!“ Der Diplomingenieur, technischer Leiter eines Werkzeugbaubetriebs mit rund 50 Mitarbeitern, versteht die Welt nicht mehr: „Vor drei Monaten haben wir die Rechnung gestellt. Das Zahlungsziel war 14 Tage. Auf unsere Nachfragen stellt die Firma bis heute nur fest: ‚Die Werkzeuge sind noch nicht von unserer Technik abgenommen – und solange die Abnahme nicht vorliegt, gibt es kein Geld!’“

Fairness wird zum Fremdwort

Unfaire Praktiken wie diese in der Werkzeugindustrie: Sie sind längst kein Einzelfall mehr in der deutschen Wirtschaft. Unter