Elektrische Verbindungstechnik Weidmüller erwartet nach zweistelligem Umsatzwachstum ruhigere Zeiten

Der Vorstand von Weidmüller, Detmold, rechnet sich gute Chancen aus, in diesem Jahr an die Umsätze von 2007 mit 500 Mio. Euro und von 2008 mit 533 Mio. Euro anzuknüpfen.

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Dr. Joachim Belz, Vorstandssprecher der Weidmüller-Gruppe: „Wir sehen vor allem in Asien ein sehr großes Wachstum von über 40%.“ Bild: Schäfer
Dr. Joachim Belz, Vorstandssprecher der Weidmüller-Gruppe: „Wir sehen vor allem in Asien ein sehr großes Wachstum von über 40%.“ Bild: Schäfer
( Archiv: Vogel Business Media )

„Im ersten Halbjahr haben wir in fast allen Ländern zweistellige Wachstumsraten erzielt. Auch bis zum Ende des Jahres erwarten wir ein Wachstum von mehr als 20%“, sagte Dr. Joachim Belz, Vorstandssprecher der Weidmüller-Gruppe, während eines Round-Table am Hauptsitz in Detmold. Der Auftragseingang des Herstellers von elektrischer Verbindungstechnik und Elektronik liegt laut Belz sogar 30% über dem Vorjahr. Deshalb rechnet er damit, noch vor Ende des Jahres die 500-Mio.-Marke beim Umsatz zu überschreiten.

Ausbau im Bereich regenerative Energien

„Wir sehen vor allem in Asien ein sehr großes Wachstum von über 40%“, so Belz. Konkret nannte er die Länder China, Korea und Japan. Wichtige Faktoren für den Erfolg sind laut Belz die Innovationskraft des Unternehmens und der Aufbruch in neue Märkte. „Weidmüller hat trotz der Krise nicht nachgelassen, neue Produkte zu entwickeln und diese in die Märkte einzuführen. Dabei entwickelt sich der Markt der regenerativen Energie schneller als erwartet, sodass wir weiter Produktionskapazität aufbauen“, erläuterte Belz.

Aber auch in der Elektronik habe Weidmüller seit 2007 eine hohe Kompetenz aufgebaut. Explizit nannte Belz dabei die Netzteilsparte, wo es Wachstumsraten im Vergleich zu 2008 von 70% gab. „Der Hauptschlag der Krise von 2009 ist überwunden“, gibt sich der Vorstandssprecher überzeugt.

Weidmüller rechnet mit Tritt auf die Konjunkturbremse in China

Trotzdem erkennt Belz Risiken, beispielsweise in den USA, deren Wirtschaft nicht stabil sei. Es gebe auch Anzeichen dafür, dass die chinesische Regierung Einfluss auf die Wirtschaft nimmt, um ein Überhitzen der Konjunktur zu vermeiden. Deshalb glaubt Belz nicht, dass es mit solch hohen Wachstumsraten weitergeht: „Es gibt überall Signale dafür, dass wir im nächsten Jahr nicht mit 20 bis 30% Wachstum rechnen können.“ Für 2011 plant Belz „sehr gut einstellig, jedoch nicht über 10%“.

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