Leiterplatten Weltmarkt wächst 2006 über elf Prozent

Redakteur: Jan Vollmuth

Frankfurt (jv) - Der Weltmarkt für Leiterplatten ist im Jahr 2006 um 11,2% auf 47,35 Mrd. US-Dollar gewachsen. In Deutschland stieg die Produktion von 981 Mio. Euro auf 1,05 Mrd. Euro. Auch für das Jahr 2007 erwarten der Verband der Leiterplattenindustrie (VdL) und der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems eine weltweite Steigerung von über 6%, heißt es in einer Mitteilung.

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In allen Erdteilen hat der Bedarf an Leiterplatten im Jahr 2006 zugenommen. Mit plus 14% ist der Markt wie in den Jahren zuvor am stärksten in Südostasien und China gewachsen. Auch der Markt in Japan hat um 7,4% zugelegt. Zusammen haben Südostasien und Japan mit einem Umsatz von 25,4 Mrd. Dollar bzw. 9,15 Mrd. Dollar einen Weltmarkt-Anteil von etwa 73% (Vorjahr 72%) erzielt. Der amerikanische Markt wuchs um 8,4% und stieg auf ein Volumen von 6,05 Mrd. Dollar, der Anteil am Weltmarkt beträgt 13%.

In Europa erreichte das Marktvolumen 5,60 Mrd. Dollar und ist somit gegenüber dem Vorjahr mit 8,7% um 450 Mio. Dollar gewachsen. Der Anteil am Weltmarkt beträgt 12%. Für das Jahr 2007 wird in Europa eine Marktsteigerung von 1,8% erwartet.

Mitarbeiterzahl und Produktion steigt in Deutschland

In Deutschland steigerte sich die Produktion von 981 Mio. Euro auf 1,05 Mrd. Euro (+7,4%). Hauptursache waren Rückverlagerungen aus Asien, bedingt durch Lieferengpässe und Qualitätsprobleme. Die Mitarbeiterzahl stieg 2006 in Deutschland auf 8777 an, 2005 waren 8500 Mitarbeiter beschäftigt. In Deutschland wurden 38,6% aller in Europa produzierten Leiterplatten gefertigt.

Das Hauptabnehmersegment war die Kfz-Elektronik mit 33%, gefolgt von der Industrieelektronik mit 28%. In die Kommunikationsindustrie wurden 12% der Leiterplatten geliefert, in das Segment Datenverarbeitung zehn%. Auf das Segment Sonstige fallen 11%.

Marktwachstum in Deutschland erwartet

Das Marktvolumen in Deutschland stieg im Jahr 2006 auf 1,41 Mrd. Euro, im Vorjahr betrug es 1,34 Mrd. Euro. Die Hauptabnehmersegmente sind die Kfz-Elektronik mit 32,6% und die Industrieelektronik mit 29,1%. In den Bereichen Telekommunikation wurden 22,7% abgesetzt, gefolgt von den Segmenten Datentechnik (9,2%) und Konsumelektronik (6,4%). Für das Jahr 2007 rechnen die Verbände VdL und ZVEI mit einer Steigerung des Marktvolumens von 2,5%.

Verschiebung der Produktionsanteile in Europa

Das Produktionsvolumen in Europa betrug im Jahr 2006 2,75 Mrd. Euro und blieb damit gegenüber dem Vorjahr (2,750 Mrd. Euro) fast unverändert. 2006 waren in Europa 342 Hersteller tätig, im Vorjahr betrug die Anzahl 379. Zum Jahresende 2006 waren in Europa 24.202 Mitarbeiter beschäftigt, im Vorjahr waren es 25.735.

Firmenschließungen betrafen vor allem Hersteller im unteren Umsatzsegment von 2 bis 10 Mio. Euro. Fehlende finanzielle Möglichkeiten Kundenforderungen zu begegnen und ungeklärte Nachfolgeregelungen waren die Hauptgründe.

Im Jahr 2006 verschoben sich auch die Produktionsanteile innerhalb Europas. In Großbritannien ging das Produktionsvolumen auf 252 Mio. Euro (–9,3%) zurück, in Spanien auf 167 Mio. Euro (–13,5%). Die deutschsprachigen Länder konnten im letzten Jahr Produktionsanteile gewinnen, so stieg das Produktionsvolumen in der Schweiz auf 175 Mio. Euro (+4,8%) und in Österreich auf 272 Mio. Euro (+4,6%).

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