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IT-Security

Weniger als die Hälfte der deutschen Mittelständler haben einen IT-Notfallplan

| Redakteur: Robert Horn

Der deutsche Mittelstand ist ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle.
Der deutsche Mittelstand ist ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die IT-Sicherheit ist in Deutschland gut etabliert, nur bei Notfallplänen hapert es. Das ist leichtsinnig, zumal der deutsche Mittelstand ein lohnendes Ziel für Cyberkriminelle ist.

Weniger als die Hälfte der deutschen mittelständischen Unternehmen sorgt mit einem IT-Notfallplan für einen möglichen erfolgreichen Cyberangriff vor, das zeigt das G Data Business IT-Security Barometer 2017. Dagegen haben sich IT-Sicherheitskonzepte bei den Mittelständlern etabliert, rund 92 % setzt auf eine grundlegende Planung der IT-Security. Wie die G Data Studie außerdem zeigt, sieht sich jedes sechste mittelständische Unternehmen in Deutschland als interessantes Ziel für Cyberkriminelle. Im Auftrag des deutschen IT-Security-Herstellers wurden für das G Data Business IT-Security Barometer 200 deutsche mittelständische Unternehmen befragt. Die Studie ist online erhältlich.

Mittelständler setzen auf IT-Sicherheitskonzepte

Ein IT-Sicherheitskonzept ist grundlegend für einen umfassenden Schutz der IT-Infrastruktur und den Schutz von Daten in Unternehmen. Das G Data Business IT-Security Barometer zeigt, dass diese im deutschen Mittelstand weit verbreitet sind: Insgesamt fast 92 % der Befragten setzt auf einen Fahrplan für die Absicherung der Ressourcen (wenn die beiden Punkte „nur Sicherheitskonzept und „Ja, beides“ addiert werden).

Die Notwendigkeit eines Notfallplans für den Ernstfall sehen dagegen insgesamt nur fast 47 % der mittelständischen Unternehmen („Ja, beides“ und „Nur Notfallplan“ zusammengefasst). Mittelständler, die für den Fall eines Vorfalls nicht vorgesorgt haben, riskieren wertvolle Zeit zu verlieren und einen noch größeren Schaden durch den Cyberangriff. Vier von zehn Mittelständler gehen auf Nummer sicher und verfügen über einen Notfallplan und ein IT-Sicherheitskonzept.

Mittelständler im Cybercrime-Fadenkreuz

Jedes Unternehmen ist generell ein interessantes Ziel für Cyberkriminelle. Gerade Mittelständler stehen unter anderem durch ihre vielen Patente, Kundendaten oder zukunftsweisenden Neuentwicklungen im Fokus der Täter. Fast 63 % der befragten Firmen in der Studie befürchten, im Fokus der Kriminellen zu stehen.

Bei den Gründen für Cyberattacken sehen die meisten befragten Unternehmen ihre Daten als Ziel der kriminellen Begierde. Kundendatenbanken, Konstruktionspläne und andere Informationen aus Firmennetzwerken sind für Kriminelle begehrtes Diebesgut. Darüber hinaus sehen die Befragten in der G-Data-Studie die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und das Geschäftsfeld beziehungsweise die Branche als Grund für Cyberangriffe.

Über das G Data Business IT-Security Barometer 2017

Für die Studie wurden branchenübergreifend insgesamt 200 deutsche mittelständische Unternehmen befragt. Die teilnehmenden Firmen verfügen über eine Belegschaft zwischen 50 und 500 Mitarbeitern. Die Befragung fand im August und September 2017 statt.

Das IT-Security Barometer umfasst Fragen zu den Themen:

  • IT-Bedrohungslage
  • Schutzmaßnahmen gegen Online-Gefahren
  • Stand der Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung
  • Wichtigkeit der Datenverarbeitung durch IT-Security-Anbieter in Deutschland

Das G Data Business IT-Security Barometer können Sie hier in PDF-Form abrufen.

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