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PTC Liveworx 2016 Wenn Augmented Reality Teil unserer (Arbeits-)Welt wird

Autor / Redakteur: Stephanie Englert / Stefanie Michel

Die computergestützte erweiterte Realität, besser unter dem Begriff Augmented Reality bekannt, soll künftig ein fester Bestandteil des Alltags sowie des Arbeitsumfelds werden. PTC setzt mit Vuforia Studio Enterprise hier einen wichtigen Schritt. Auf dem diesjährigen Liveworx-Event in Boston wurden erste Ergebnisse präsentiert.

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Zukunft Augmented Reality: Der Blick durch die Brille verschafft ein völlig neues Arbeitsumfeld.
Zukunft Augmented Reality: Der Blick durch die Brille verschafft ein völlig neues Arbeitsumfeld.
(Bild: ©Keiko Hiromi)

Mit rund 4500 Teilnehmern vor Ort sowie 4100 weiteren im Livestream veranstaltete PTC Anfang Juni 2016 an der US-Ostküste in Boston ein sehr erfolgreiches IoT-Event und präsentierte alles zum Zukunftsthema Augmented Reality. Das Unternehmensziel, verstärkt neue Wege in diese Richtung zu gehen, wurde zusätzlich durch die Präsentation des neues Firmenlogos unterstrichen. Das 1985 gegründete Unternehmen offerierte ursprünglich CAD-Software (PTC Creo). Mit mehr als 28.000 Unternehmen weltweit betreut und unterstützt PTC Kunden bei der Entwicklung, dem Betrieb und der Wartung von Produkten. Die Weiterentwicklung in Richtung Lösungen für das „Internet of Things“ (IoT) im Arbeitsumfeld beziehungsweise Augmented Reality ist ein durchdachter Schachzug von Firmenchef Jim Heppelmann. In Boston diskutierte er in seiner Eröffnungsrede unter anderem die Leistungsfähigkeit und Möglichkeiten des IoT und stellte vor Ort Kundenanwendungen vor.

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Edge Computing

Mit diesem Paket können Sensordaten erfasst und aggregiert, hochautomatisierte maschinelle Lernverfahren und prädiktive Analysen durchführt, die Web- und Mobil-Entwicklung ermöglicht sowie Erlebnisse in der Welt der Augmented Reality erschaffen werden. Damit unterstützt die PTC-Technologie-Plattform nicht nur Edge Computing, sondern zusätzlich hybride Modelle, bei denen ein Teil der Datenverarbeitung auf einem Cloud-Server, der andere Teil auf den sich in oder am Rande der Cloud befindlichen Endgeräten selbst stattfindet.

Aus unüberschaubar vielen Daten verwertbare Informationen zu gewinnen, gehört zu den primären Werttreibern des IoT. Gleichzeitig stellen das immense Volumen sowie die Geschwindigkeit und Vielfalt dieser Daten Unternehmen vor großen Herausforderungen. PTC präsentiert als Antwort auf konventionelle Architekturansätze, in denen alle Daten von vernetzten Geräten zur weiteren Verarbeitung und Analyse in ein zentrales Rechenzentrum transportiert werden, eine robuste Plattform für umfassendes IoT-Edge Computing, also für die Datenverarbeitung direkt auf beziehungsweise sehr nahe am vernetzten Gerät. Edge-Konzept bildet die Basis für eine optimierte IoT-Systemarchitektur.

Edge Computing eng verzahnt mit Thingworx Analytics

Edge Computing ist fester Bestandteil der PTC IoT-Technologie-Plattform. Die primären Sensordaten aus Überwachungs- und Steuerungssystemen werden über Kepware erfasst und können mit sekundären Sensordaten von Partnern zusammengefasst werden. Die enge Verzahnung mit Thingworx Analytics ermöglicht die nahtlose Übertragung der Sensordaten in automatisierte maschinelle Lernverfahren, um in Echtzeit Anomalien zu erkennen und Fehler vorhersagen zu können. Thingworx erleichtert die Entwicklung webbasierter und mobiler Anwendungen und bietet eine Reihe von Laufzeit-Funktionen für die schnelle Entwicklung rollenbasierter Nutzererfahrungen. Diese werden dank Vuforia Studio weiter ausgebaut, da hiermit Erlebnisse der erweiterten und virtuellen Realität ermöglicht werden, zugeschnitten auf IoT-Anwendungsfälle.

„Kein Unternehmen der IoT-Branche, egal welcher Größe, kann sich ungeplante Ausfallzeiten und damit Produktionsausfälle leisten, nur weil die Kenntnisse über die Funktionsfähigkeit der eigenen Geräte fehlen“, betonte Jim Heppelmann, auf dem Liveworx Event. „Mit der Edge Computing-Funktionalität in Echtzeit bietet PTC Lösungsentwicklern bei der Nutzung des IoT ein unglaubliches Maß an Flexibilität, sodass sie ihren Kunden effizientere, schnellere, günstigere und sicherere IoT-Lösungen entwickeln können.“

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Augmented Reality nahtlos in CAD-Software und IoT-Plattform einbinden

Und mit welchen Werkzeugen geht PTC diesen neuen Weg? Diese Frage wurde mit der Präsentation von Vuforia Studio Enterprise beantwortet, eines leistungsfähigen neuen Werkzeugs für Unternehmen zum Erstellen von Erlebnissen in der erweiterten Realität. Ursprünglich unter dem Namen Projekt ThingX angekündigt, lässt sich Vuforia Studio Enterprise nahtlos in die 3D-CAD-Software PTC Creo sowie in die IoT-Plattform Thingworx integrieren. Damit könnten vernetzte Dinge – von der Fertigungs- oder Betriebsausstattung über Solaranlagen bis hin zu medizinischen Geräten – schnell und einfach um Augmented-Reality-Komponenten ergänzt werden, hieß es.

Ein praxisnahes Anwenderbeispiel wurde von Terri Lewis, Digital und Technology Director bei Caterpillar, vorgestellt. Sie sprach über die mobile Generatoreneinheit Genset von Caterpillar, die mithilfe von Augmented-Reality-Informationen basierend auf Vuforia Studio gewartet wird. Hierzu konnte man auch während der parallel zum Liveworx-Event laufenden Ausstellung die Welt der Augmented Reality am Caterpillar-Stand erleben.

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