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Kleben von Edelstahl rostfrei

Wenn Optik und Festigkeit stimmen müssen

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Zur Fixierung der zu klebenenden Fügeteile werden die Teile gepunktet

Bei dieser Structural Glazing genannten Technik werden großflächige Isolierglaselemente auf Adapterrahmen aus nicht rostendem Stahl geklebt, die ihrerseits mechanisch mit einer Unterkonstruktion verbunden werden. Die geklebte Verbindung trägt sowohl die Eigenlast der Elemente als auch die Windlast ab. Um die Fügeteile bis zur Aushärtung des Klebstoffs zu fixieren, wird das Strukturkleben häufig mit Punktschweißen oder Nieten kombiniert. Je nach Anwendung müssen die eingesetzten Klebstoffe UV-beständig und für Temperaturbereiche von -40 bis 150 °C ausgelegt sein. Auch im Innenausbau gehören inzwischen Klebeverbindungen von Edelstahl mit unterschiedlichen Materialien zum gehobenen Standard. Bei Verkleidungen von Rolltreppen, Aufzügen oder Lüftungsanlagen folgt die Klebung jeder gewünschten Form und erschließt Planern dadurch neue Freiräume.

Die Anwendungsbeiche von geklebtem Edelstahl sind vielfältig

Im Maschinen- und Anlagenbau sowie im Automobil- und Nutzfahrzeugbau werden nicht rostende Stähle in zahlreichen Anwendungen verklebt. Spezielle Kleber gewährleisten ein sicheres Aushärten und sind dadurch sogar für den Einsatz im Kontakt mit Industrieölen oder -reinigungssystemen ausgelegt. Ob zur Schraubensicherung, als temporäre Montagehilfe, zur spielpassenden Montage von Lagern, Zahnrädern oder Rotoren auf Wellen, zum Fügen von Motorkomponenten oder zur Optimierung von Steifigkeit und Festigkeit moderner Leichtbaukarosserien:

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Mit Klebeverbindungen, die gleichzeitig sogar noch als Dichtung, Dämmung oder Isolation wirken können, trägt Edelstahl Rostfrei in vielen Schlüsselindustrien zur Kosteneinsparung bei. Gewichts-, Material- und Zeitersparnis sowie Flexibilisierung der Prozesse bei kleinen Losgrößen und weniger Ausschuss durch hohe Automatisierbarkeit sind hier die entscheidenden Erfolgsparameter.

Mit Edelstahl Gewicht, Material und Montagezeit sparen

In der Medizintechnik sind geklebte Verbindungen von nicht rostenden Stählen bei Geräten für Diagnose und Therapie, Prothesen oder Implantaten unverzichtbar. So wurde beispielsweise erst durch diese Technik die kostengünstige Großserienproduktion von in Polypropylenkanülen eingeklebten Edelstahlkanülen möglich. Bei den für die minimalinvasive Chirurgie benötigten Endoskopen wird die weniger als 3 mm große Linse in das Edelstahlobjektiv geklebt. Dabei ist nicht nur die effiziente Mikrofertigung aus wirtschaftlicher Betrachtung relevant, sondern auch die dauerhafte Beständigkeit der Klebung bei den vorherrschenden anspruchsvollen Einsatzbedingungen. In der Klinik müssen Geräte wie Endoskope nach jedem Gebrauch sterilisiert werden und sind dabei hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt.

Noch längst ist das Einsatzspektrum von geklebten Hybridkombinationen aus Edelstahl Rostfrei und neuen Werkstoffen nicht ausgeschöpft. Prozesssicherheit und hohe Flexibilität machen diese Fügetechnik insbesondere auch für künftige Anwendungen im automobilen Leichtbau interessant. Zusätzliche Bedeutung erhält sie vor dem Hintergrund von Energiebilanzbetrachtungen. Das im Vergleich zu anderen Werkstoffen einfache Trennen und Wiederaufbereiten ist ein starkes Argument für die in vielfacher Hinsicht nachhaltig guten Verbindungen mit Edelstahl Rostfrei, die das Siegel für Qualität tragen.

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