EMO Milano „Werkzeug-Performance vorantreiben”

Redakteur: Rüdiger Kroh

Ist die EMO in Mailand besser als ihr Ruf? Mit welchen Erwartungen fahren die deutschen Unternehmen in die norditalienische Metropole? Wir befragten Lothar Horn, Geschäftsführer der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH und Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge, nach seiner Einschätzung. Zudem verrät er, was die Besucher auf der Werkzeugseite an Neuheiten erwarten können.

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„Additive Verfahren sind für gewisse Segmente interessant, aber ich sehe derzeit keine Geometrie, die ausschließlich generativ herstellbar ist”, urteilt Firmenchef Lothar Horn.
„Additive Verfahren sind für gewisse Segmente interessant, aber ich sehe derzeit keine Geometrie, die ausschließlich generativ herstellbar ist”, urteilt Firmenchef Lothar Horn.
(Bild: Kroh)

Herr Horn, nehmen wir einmal nur die nackten Zahlen: Die vergangene EMO in Hannover hatte 2100 Aussteller, die EMO in Mailand erwartet 1400 Aussteller. Ist die Veranstaltung in Mailand eine EMO zweiter Klasse?

Das ist eine provokative Frage. Dazu sollte man sich die Rangliste der Weltleitmessen genauer anschauen. Natürlich ist die EMO in Mailand weniger frequentiert als in Hannover was Aussteller und Besucher anbelangt, aber dennoch steht sie im Gesamtranking über einer IMTS in Chicago oder einer Jimtof in Tokio. Die EMO Mailand hat mit 1400 Ausstellern bereits jetzt das Niveau von 2009 erreicht und ist bei der Ausstellungsfläche sogar gewachsen – das ist eine erstklassige Situation.

Was fehlt dann der Mailänder EMO im Vergleich zu Hannover?

In erster Linie ein Großteil der deutschen Aussteller, die in Hannover vertreten sind. Für Mailand haben sich derzeit etwa 270 deutsche Aussteller angemeldet, in Hannover waren es vor zwei Jahren fast 900. Darin liegt sicherlich der krasseste Unterschied.

Deutschland stellt dennoch das zweitgrößte Ausstellerkontingent. Mit welchen Erwartungen fahren die deutschen Werkzeughersteller nach Mailand?

Die EMO ist das wichtigste Ereignis für die Branche in diesem Jahr und damit die Plattform für Neuentwicklungen. Diese können die Unternehmen einem weltweiten Publikum und den Entscheidungsträgern präsentieren.

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