Softwareupdate Werkzeugdatenverwaltung für die Industrie 4.0

Redakteur: Rebecca Vogt

TDM Systems bietet mit TDM Next Generation eine Industrie-4.0-fähige Lösung für die Verwaltung von Werkzeugdaten an. Die komplett überarbeitete Software kann mit bereits bestehenden Anwendungen vereinbart werden.

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TDM 2017 und TDM 2017 Global Line mit neuer, moderner Benutzeroberfläche.
TDM 2017 und TDM 2017 Global Line mit neuer, moderner Benutzeroberfläche.
(Bild: TDM Systems)

„Für TDM Next Generation haben wir die Softwarebasis komplett überarbeitet und für alle zukünftigen Anforderungen fit gemacht“, erklärt Vertriebsleiter Eugen Bollinger. „Es vereint die beiden Softwarelinien TDM 2017 und TDM 2017 Global Line, die auf einer gemeinsamen Datenbasis aufbauen, aber mit unterschiedlichen Software-Architekturen arbeiten.“

Lebenszyklus der Werkzeuge im Blick

Bestehende Anwendungen müssten dabei nicht über Bord geworfen werden, versichert TDM Systems. Bei vielen Bestandskunden seien die TDM-Module tief in den Workflow eingebettet und sollen langfristig lauffähig bleiben. „Wir geben eine klare Zukunftsperspektive bei gleichzeitig absoluter Investitionssicherheit für bereits aufgebaute Systeme.“ Man könne sie weiterentwickeln und gleichzeitig zukünftige Industrie-4.0-Anwendungen realisieren – ganz im Sinne der übergeordneten IT-Strategie des Tool Lifecycle Managements.

Softwaremodule sind parallel nutzbar

TDM 2017 und TDM 2017 Global Line lösen ab sofort die Version 4.8 ab. Alle Softwaremodule basieren auf demselben Kern und lassen sich parallel nutzen. Leiter der Technik ist Achim Müller. Der Maschinenbauingenieur und Informatiker kennt die aktuellen Anforderungen vor dem Hintergrund von Industrie 4.0: „TDM/TLM muss weltweit einsetzbar, skalierbar und extrem performant sein.“ Mit TDM Global Line spiele es keine Rolle mehr, ob der Nutzer im Stammwerk fünf Meter neben dem Server oder auf der anderen Seite der Erdkugel sitze – die Antwortzeiten unterschieden sich praktisch nicht.

Applikationsserver lassen sich frei skalieren

Bei TDM 2017 sorgt eine klassische 2-Tier-Architektur für eine direkte Kommunikation mit Server und Datenbank. TDM 2017 Global Line nutzt eine 3-Tier-Architektur mit zwischengeschalteten ISS-Applikationsservern von Microsoft. Diese führten alle Berechnungen durch und sorgten so für einen wesentlich effizienteren Datentransfer.

Die Applikationsserver sind frei skalierbar und können beliebig viele User weltweit bedienen. Auch das Downloaden von Werkzeugdaten aus Katalogen oder aus dem TDM Daten- und Grafikgenerator gehe damit einfacher und schneller von der Hand.

Weiterentwicklung ohne Systemwechsel

Projektleiter Stefan Schmid erklärt, wie die Neuerung ohne Bruch in der Entwicklung gelingt: „Wir haben Anwendungsdaten und Anwendung getrennt, das ermöglicht die Weiterentwicklung des Systems ohne Systemwechsel.“ Dadurch verbesserten sich auch Datenqualität, Sicherheit, Service und die Durchführung von Updates, die nur noch zentral auf dem Applikationsserver aufgespielt werden müssten.

TDM 2017 vereinfache aber auch das Schnittstellenhandling und den Einsatz von On-Demand- und Browserlösungen, die sich mit On-Site-Lösungen kombinieren lassen.

Wissen wurde aus der Anwendung in die Datenbank verschoben

Eine wesentliche Neuerung sei die referenzielle Integrität der Datenbank. „Wir haben das Wissen über die Abhängigkeit der Daten untereinander von der Applikation in die Datenbank verlegt, denn sie ist darauf spezialisiert, Abhängigkeiten blitzschnell zu prüfen und bei Änderungen oder Löschungen perfekt zu verwalten“, sagt Schmid.

Check zeigt Möglichkeiten zur Verbesserung

Weitere Highlights in 2017 seien der neue 3D-Komplettwerkzeugzusammenbau in TDM 2017 Global Line und die Werkzeugsuche, die einer komfortablen Internetsuche ähnele. Der neue TDM-Check prüfe Daten und Datenstruktur der TDM-Anwendung und zeige Verbesserungspotenziale. Ein neues Importmodul hole Werkzeugdaten aus Standardquellen. Für den Datenimport ließen sich kundenindividuelle Templates definieren und auch bestehende Datensätze erweitern.

Add-on für die mobile Lagerverwaltung

Typisch Industrie 4.0 sei die Lagerverwaltung mit dem TDM-Global-Line-2017-Add-on TDM Flex-Crib, das für die mobile Lagerverwaltung – zum Buchen und Abfragen von Werkzeugen – gedacht sei. Attraktiv ist laut TDM Systems das Lizenzmodell für die neue TDM 2017 Global Line. Hierzu Vertriebsleiter Bollinger: „Für Installationen mit mehreren Werken und globale Einsatzfälle bieten wir Floating-Lizenzen als lukratives Einstiegsprodukt an.“

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