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Feintool Werkzeuge für die Zukunft: Vorsprung des Feinschneidens

| Autor / Redakteur: Stefan Diepenbrock / M.A. Frauke Finus

Das Erfolgsgeheimnis des Feinschneidens ist seine hohe Wirtschaftlichkeit. Dafür leisten die entsprechenden Werkzeuge einen wichtigen Beitrag. Um sie weiterzuentwickeln, arbeitet Feintool an einigen Hebeln: höhere Hubzahlen, integrierte Zusatzoperationen, höhere Standzeiten und Wartungsfreundlichkeit.

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Hochmoderne Drehschieberwerkzeuge von Feintool kombinieren mehrere Bearbeitungsschritte und integrieren Zusatzoperationen zu einem einbaufertigen Feinschneidteil.
Hochmoderne Drehschieberwerkzeuge von Feintool kombinieren mehrere Bearbeitungsschritte und integrieren Zusatzoperationen zu einem einbaufertigen Feinschneidteil.
(Bild: Feintool )

Die Zahl weltweit feingeschnittenen Präzisionsteile steigt stetig, obwohl immer wieder neue Verfahren auf den Markt kommen, die dem Feinschneiden in Glattschnittanteil, Ebenheit und Schnittflächenkonzität nacheifern möchten.

Der Feinschneid-Spezialist Feintool sorgt dafür, dass der Vorsprung dieser Technologie ständig ausgebaut wird. Seit 1959 hat er das Feinschneiden stets weiter entwickelt und sich zum weltweiten Technologieführer hochgearbeitet. Um das Verfahren für die Kunden, die vor allem aus der Automobilindustrie kommen, noch attraktiver zu machen, setzt Feintool nicht nur an den Feinschneidpressen an – sondern auch an den Werkzeugen und somit am Gesamtsystem. Die Stoßrichtung hierbei nennt Jens-Uwe Karl, Leiter Werkzeugtechnologie bei Feintool: eine noch höhere Wirtschaftlichkeit. „Gerade in der Automobilindustrie geht es immer auch um die Kosten“, sagt Karl. „Da setzen wir an und entwickeln Technologien, um entsprechende Hebel zu bedienen.“ Diese sind höhere Hubzahlen, ins Werkzeug integrierte Zusatzoperationen, höhere Standzeiten und Wartungsfreundlichkeit. Simulationen helfen zudem, die Machbarkeit zeitnah abzusichern und zügig das ideale Werkzeuge gemäss den Kundenansprüchen zu entwickeln.

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Feinschneidsystem aus einer Hand

Unterm Strich geht es darum, mehr Teile in weniger Zeit herzustellen. Dabei gilt: „Eine Steigerung von Hubzahl und Output ist nicht allein von der Leistung der Presse abhängig“, sagt Karl. „Unsere Kunden können auch unsere hydraulischen HFA-Pressen inzwischen bis zu 50 % schneller fahren als noch vor wenigen Jahren – entsprechende Werkzeuge vorausgesetzt.“ Die richtigen Werkzeuge sind auch gefragt, um die Spitzenleistungen der XFT-Pressen von 150 bis 200 Hüben pro Minute zu erreichen. „Die Anlagen sind zwar so konzipiert, dass auch bereits bestehende Werkzeuge, einsetzbar sind. Rekorde und Bestleistungen stellen Anwender aber erst auf, wenn Werkzeuge besondere Voraussetzungen erfüllen und die Elemente Werkzeug, Presse und Teile-Ausbringung zum optimalen Feinschneidsystem zusammengefügt werden“, sagt Karl. Sven Hofstetter, Leiter Werkzeugengineering betont, wie wichtig es ist, Hublänge, Transfer und die Ausbringung von Teilen und Butzen zu optimieren. „Da verlieren wir sonst durch unnötige Wege zu viel Zeit“, sagt Hofstetter. „Also bringen wir die Abfälle direkt im Durchfallschnitt aus dem Werkzeug. Und für die Teile haben wir das speed-Konzept entwickelt, bei dem sie dank einer schmalen Verbindung zum Streifen mittransportiert und erst in der letzten Stufe durchgedrückt werden.“ Durch den minimalen Öffnungsweg der Presse kann die Hubzahl und somit die Ausbringung weiter gesteigert werden.

Höhere Hubzahlen allein reichen jedoch nicht aus, um die Wirtschaftlichkeit zu maximieren. Vor allem Nachbearbeitungsschritte, wie Prägen, Entgraten und Umformen benötigen zusätzliche Prozessschritte und verursachen dadurch Kosten. Daher integriert Feintool diese zunehmend ins Werkzeug. „Natürlich haben wir ein beschränktes Platzangebot im Werkzeug oder limitierte Arbeitswege auf der Presse“, sagt Karl. „Aber es ist unsere erklärte Strategie, immer neue Methoden und Funktionen zu entwickeln und so zum Beispiel Teile, die sonst auf großen Stufenpressen hergestellt werden, auf einer Feinschneidpresse einbaufertig zu realisieren.“

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