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AMB 2016 Werkzeugmaschinen-Branche in Stuttgart schnell auf Betriebstemperatur

| Redakteur: Robert Horn

Die AMB – Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung – hat ihre Tore geöffnet. Nahezu 1500 Aussteller zeigen in den Messehallen Stuttgarts vom 13. bis 17. September die neuesten Entwicklungen bei Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen. Auch die vernetzte Maschine, also Industrie 4.0, und die Nachwuchsförderung sind wichtige Themen der Messe.

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Stolze Gesichter zur Eröffnung der AMB 2016 (v.l.): Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung der Messe Stuttgart, Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken und Markus Heseding, Geschäftsführer Fachverband Präzisionswerkzeuge im VDMA.
Stolze Gesichter zur Eröffnung der AMB 2016 (v.l.): Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung der Messe Stuttgart, Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken und Markus Heseding, Geschäftsführer Fachverband Präzisionswerkzeuge im VDMA.
(Bild: Messe Stuttgart)

Die Maschinen laufen an und ergänzen die spätsommerlichen hohen Temperaturen in den Stuttgarter Messehallen durch ihre Abwärme. Doch die Hitze kann die Laune der AMB-Macher und der Besucher nicht trüben. "Die 1468 Aussteller ist ein Indiz dafür, dass die Konjunktur nicht ganz so schlecht sein kann, wie man es an der ein oder anderen Stelle hören kann", sagt Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung der Messe Stuttgart. Die Warteliste liege bei etwa 50 bis 100 Ausstellern: "Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, doch die Tendenz zeigt, dass auch die neue Halle ausgebucht sein wird."

Auch in diesem Jahr fokussiert sich die AMB auf Metall verarbeitende Betriebe, mit den Kernthemen Werkzeugmaschine und Präzisionswerkzeuge. Neue Trendthemen, so Kromer von Baerle sind einerseits die Maschine der Zukunft, also alle Themen unter dem Begriff Industrie 4.0 und die Vernetzung von Maschine und Werkzeug. Der zweite auf die Zukunft gerichtete Themenschwerpunkt ist die Gewinnung von Nachwuchskräften und die berufliche Förderung von Fachkräften.

VDW meldet positive Zahlen

Der Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken Dr. Wilfried Schäfer greift die positive Einschätzung von Kromer auf und berichtet von einer robusten Investitionstätigkeit der Branche: "Die Firmen sind gut beschäftigt. Die Kapazitäten sind zu 86 % ausgelastet.Der Auftragseingang legte mit 12 % gegenüber dem Vorjahr zu." Quelle der höheren Nachfrage resultierte vor allem aus dem guten Inlandsgeschäft und aus Großprojekten der Automobilindustrie in China und Mexiko.

Ein wichtiger Teil der Geschäftstätigkeit fällt zudem auf den Bereich der Services, ergänzt Schäfer. Insgesamt lautet seine Prognose ein Wachstum von 2 %, einen Prozentpunkt mehr als noch zu Beginn des Jahres. "Das kann durchaus auch an den Veranstaltungen IMTS in Chicago und AMB in Stuttgart liegen, die hier noch für Impulse sorgen."

Exporte in den Iran verfünffacht

Sorgen bereiten Schäfer hingegen die Märkte Türkei und Russland, die rückläufig seien. Investitionszuwächse kommen hingegen vor allem aus China und Indien. Asien hat einen Auftragseingang von 25 % im ersten Halbjahr verglichen mit dem Vorjahr. Auch das neu angestoßene Geschäft mit dem Iran zeigt Wirkung: Die Exporte in den Iran haben bereits jetzt zugenommen und sich verfünffacht auf mehr als 20 Mrd Euro.

Zerspanwerkzeuge, Werkzeugbau und Spannzeuge zeigten sich in der Geschäftsentwicklung eher uneinheitlich, wie Markus Heseding, Geschäftsführer Fachverband Präzisionswerkzeuge im VDMA, aufzeigt. In der Summe bleibt der VDMA für die Gesamtbranche bei der Prognose von vier Prozent Wachstum. Auch der Blick auf die Mess- und Prüftechnik, auf der AMB vor allem als Längenmesstechnik vertreten, zeigt mit über 5 Mrd Euro Umsatz ein Spitzenergebnis, freut sich Heseding.

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