Cecimo-Prognose Werkzeugmaschinen – Export ist Nährboden für erneutes Wachstum

Autor / Redakteur: Frank Jablonski / Jürgen Schreier

Der europäische Werkzeugmaschinenverband Cecimo hat am 19. September auf der EMO Hannover 2013 die neuesten Zahlen und eine regionale Produktions- und Verbrauchsprognose für Werkzeugmaschinen bis 2016 präsentiert. Danach stehen die Zeichen weiter auf Wachstum.

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Starrag-Präsident und CEO, Prof. Frank Brinken, weiß wie wichtig der asiatische Markt ist: „Bedenken Sie, dass 70% aller Dampfturbinen weltweit in nur zwei Ländern installiert werden, nämlich China und Indien!“
Starrag-Präsident und CEO, Prof. Frank Brinken, weiß wie wichtig der asiatische Markt ist: „Bedenken Sie, dass 70% aller Dampfturbinen weltweit in nur zwei Ländern installiert werden, nämlich China und Indien!“
(Bild: Jablonski)

Die Aussichten sind gut: Das Wachstum des Werkzeugmaschinenbaus im Jahr 2012 wird sich fortsetzen und bei einem Produktionswert von etwa 23 Mrd. Euro einpendeln. Bereits das vergangene Jahr brachte einen Export-Rekord mit sich, wie Martin Kapp, Cecimo-Präsident und Chef der Kapp GmbH Werkzeugmaschinenfabrik, sagte: „Heute stehen wir bei zwei Dritteln der Produktion, wie wir sie vor der Krise hatten. Ein Niveau, das nur durch eine exzellente Export-Performance erreicht wurde.“

Allerdings sei die Nachfrage in vielen Mitgliedsländern des europäischen Werkzeugmaschinenverbandes, vor allem in Südeuropa, nach wie vor dramatisch niedrig.

Verbrauch in Asien bestimmt die Entwicklung

Diese Erfolge beim Export führten dazu, dass im letzten Jahr die Produktion der Cecimo-Mitgliedsfirmen um 8 % gestiegen ist. Trotz eines starken Wettbewerbs vor allem aus Asien bleibt Europa größter Hersteller von CNC-Werkzeugmaschinen. Der Weltmarktanteil könnte zum Ende des Jahres bei leicht erhöhten 34 % liegen.

Experte für den Blick in die Zukunft ist der Vorsitzende des Cecimo-Wirtschaftskomitees, Prof. Frank Brinken: „Schauen wir einmal auf das Jahr 2016. Nach Ansicht der Marktforscher von Oxford Economics wird allein China in diesem Jahr die Hälfte der Werkzeugmaschinen verbrauchen.“

Da China selbst allerdings nur etwa ein Drittel der am meisten nachgefragten CNC-Maschinen produziere, liege in diesem Segment eine große Chance für europäische Hersteller. „Gefragt sein werden in Zukunft Präzision, Produktivität und Vielachsen-Technik“, gibt Starrag-Vorstandsvorsitzender Brinken die Richtung vor.

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