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Werkzeugmaschinen

Werkzeugmaschinenaufträge erstmals seit zwei Jahren rückläufig

| Redakteur: Jürgen Schreier

Martin Kapp, VDW: "Unstrittig ist, dass sich die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie bei allen Kennzahlen auf hohem Niveau befindet. Allein deshalb wird sich das Wachstum im laufenden Jahr beruhigen." (Bild: Schreier)
Martin Kapp, VDW: "Unstrittig ist, dass sich die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie bei allen Kennzahlen auf hohem Niveau befindet. Allein deshalb wird sich das Wachstum im laufenden Jahr beruhigen." (Bild: Schreier)

Im vierten Quartal 2011 ist der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie erstmals seit zwei Jahren wieder gesunken. Die Bestellungen nahmen nach Angaben des Branchenverbandes VDW insgesamt um 4% ab.

Im gleichen Zeitraum legten die inländischen Werkzeugmaschinenbestellungen um 2% zu, während der Auftragseingang aus dem Ausland um 7% schrumpfte. „Für den Rückgang im vierten Quartal ist der Dezember verantwortlich, der nach 25 Monaten erstmals wieder ein Minus aufwies“, erläutert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW - Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass der Vergleichsmonat des Jahres 2010 den höchsten Wert seit Erhebung der Auftragseingangsstatistik zu Beginn der 60er Jahre aufwies.

US-Automobilindustrie setzt auf Fertigungstechnik "made in Germany“

Insgesamt zog die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen im Jahr 2011 um 45% an. Deutsche Anwender fragten 46%mehr Maschinen nach, ausländische Abnehmer 45% mehr als im Vorjahr.

Die Werkzeugmaschinenproduktion stieg 2011 um ein Drittel. Das ist laut VDW der höchste Produktionszuwachs, der je erreicht wurde.

Gläzende Zahlen präsentierte der VDW auch für das Exportgeschäft, das zwischen Januar und November 2011 um von 33% anzog. Der mit Abstand wichtigste Markt war und bleibt China. Er ist mit über 2 Mrd. Euro mehr als dreimal so groß wie die Nummer 2, die USA.

Überraschend jedoch sei, so VDW-Vorsitzender Martin Kapp vor der Presse in Frankfurt am Main, dass in der Triade Amerika mit einem Anstieg von 55% das Zugpferd war. Kapp: "Nord-Amerika punktete sogar mit einem Zuwachs von 71%. Darin spiegeln sich die gestiegenen Ausrüstungsinvestitionen der US-amerikanischen Industrie wider. Sie haben das Wachstum der US-Wirtschaft in den vergangenen Monaten angefacht. Vor allem die Automobilindustrie ist hier Schrittmacher, und sie setzt auf Fertigungstechnik made in Germany“.

Die Kapazitäten der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller waren im Jahresdurchschnitt 2011 zu 93,8% ausgelastet; der Auftragsbestand lag bei 9,3 Monaten.

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