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Werkzeugmaschinenmesse

Werkzeugmaschinenbau zeigt sich auf der EMO fit für die Zukunft

| Redakteur: Stéphane Itasse

Laut VDW hat die EMO Hannover 2011 wieder eine Fülle von Innovationen präsentiert. (Bild: EMO)
Laut VDW hat die EMO Hannover 2011 wieder eine Fülle von Innovationen präsentiert. (Bild: EMO)

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Die Aussteller der EMO Hannover 2011 vom 19. bis 24. September haben leistungsfähige Produkte gezeigt und aktuelle Themen wie die Ressourcenschonung und die Bearbeitung neuer Werkstoffe aufgegriffen. Der VDW als Veranstalter der Messe sieht deshalb die Werkzeugmaschinenhersteller und ihre Zulieferer für kommende Herausforderungen gut gerüstet.

Insgesamt hatte die Messe rund 140.000 Besucher nach Hannover gelockt, davon 40% aus dem Ausland. Die 2037 Aussteller aus 41 Ländern konnten Aufträge mit einem Volumen von mindestens 4,5 Mrd. Euro verbuchen, heißt es beim VDW.

Werkzeugmaschinenbau setzt auf Komplettbearbeitung

Die Anbieter von Werkzeugmaschinen fokussierten weiterhin die Komplettbearbeitung von Werkstücken zur Verkürzung der Durchlaufzeiten. Das Top-Segment bei der Zerspanung mit geometrisch bestimmter Schneide bildeten heute 5-achsig arbeitende Bearbeitungszentren, ausgestattet mit der Technik für Dreh- oder Verzahnungsoperationen.

Ein Trend werde in der Integration weiterer Verfahren aus dem Bereich der Zerspanung mit geometrisch unbestimmter Schneide zur Oberflächenfeinbearbeitung erkannt. Die Anbindung an Materialfluss- und Handhabungssysteme sowie nachgelagerte Messaufgaben seien, je nach Fertigungserfordernis, ebenfalls erhältlich. Um mehrere Fertigungsverfahren in einer Maschine anzubieten, bildeten die Hersteller von Werkzeugmaschinen Allianzen, um ihre Kernkompetenzen in einer neuen Fertigungsumgebung bereitzustellen.

Werkzeugmaschinenbauer kooperieren zur Verfahrenskombination

Eine von zwei Ausstellern gemeinsam angebotene Maschine zur Bearbeitung von Getriebe-Futterteilen zeige auf, wie sich Fertigungsverfahren sinnvoll kombinieren lassen. Im ersten Maschinenteil erfolge eine Bearbeitung der Referenzflächen durch das Rotationsdrehen. Dabei könne ein Außen-, Innen- und Plandrehen von weichen oder bereits gehärteten Getriebebauteilen mit herausragenden Oberflächenrauheiten (Rz = 1 µm) erfolgen (J.G. Weisser Söhne Werkzeugmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, St. Georgen).

Über ein integriertes Bauteilhandhabungssystem erfolgten ein Umdrehen des Bauteils und der Materialtransport zum zweiten Maschinenteil. Dort erfolge das Fertigschleifen von geraden oder schrägen Verzahnungen (Kapp GmbH, Coburg).

Der Laser wird mehr und mehr als Fertigungsinstrument akzeptiert, heißt es weiter. In Bereichen, wo hochharte keramische Werkstoffe bisher nur durch Schleifen bearbeitet werden konnten, könnten Lasersysteme integriert werden.

Laser macht Drehmaschinen produktiver

Der Drehmaschinen-Hersteller A. Monforts Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG, Mönchengladbach, nutze den Laser zur hybriden Außenbearbeitung von Siliziumnitridkeramiken. Die Energie des vor der Schneide fokussierten Laserstrahls setze die Fließgrenze des Materials herab, so dass eine Drehbearbeitung mit Diamantwerkzeugen möglich ist.

Durch den Lasereinsatz würden sich für metallische Werkstoffe weitere Möglichkeiten wie das Aufhärten, das Zuführen von Hartstoffpartikeln oder das Mikrostrukturieren lokaler Bauteilabschnitte ergeben. Im Falle der Verwendung von Hartstoffpartikeln würden Wolfram- oder Titan-Karbide verwendet, die mit ihren keramischen Eigenschaften und insbesondere der hohen Härte die Verschleißbeständigkeit verbessern. Die Innenbearbeitung befinde sich derzeit in der Entwicklung.

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