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Werkzeugmaschinenindustrie erwartet 2014 Produktionsplus von 4 %

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Nach einem Zuwachs von 2 % auf 14,5 Mrd. Euro im vergangenen Jahr erwartet die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie für 2014 ein Produktionsplus von 4 %.

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„Tragende Säule für die Werkzeugmaschinenindustrie war 2013 der Inlandsmarkt mit einem Plus von 5 %”, sagte Martin Kapp, Vorsitzender des VDW.
„Tragende Säule für die Werkzeugmaschinenindustrie war 2013 der Inlandsmarkt mit einem Plus von 5 %”, sagte Martin Kapp, Vorsitzender des VDW.
(Bild: Kroh)

„Die Werkzeugmaschinenwelt sieht ausgesprochen freundlich aus”, konstatierte Martin Kapp, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), anlässlich der Jahrespressekonferenz. Daher erwartet der Verband für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie 2014 ein Produktionsplus von 4 % auf dann rund 15,1 Mrd. Euro.

Grund für diesen Optimismus sind die Berechnungen von Oxford Economics, dem Prognosepartner des VDW. Danach soll das weltweite Sozialprodukt im laufenden Jahr um 2,9 % steigen, die Industrieproduktion um 4,6 % und die Investitionen schließlich um 4,3 %. Damit zieht auch der internationale Werkzeugmaschinenverbrauch an, laut Vorhersage um 5 %. Zugpferde werden den Experten zufolge Amerika und Asien mit einem überproportionalen Anstieg der Investitionen sein. Auch von Europa werden in geringerem Umfang Impulse erwartet. Von dieser Entwicklung werde die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie profitieren. „Für 2014 erwarten wir bei den Bestellungen einen Zuwachs um ein Zehntel”, so Kapp. „Dazu werden Inlands- und Auslandsbestellungen voraussichtlich gleichermaßen beitragen.”

Umformtechnik hat maßgeblichen Anteil am Zuwachs 2013

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Branche laut VDW ihre bisherige Bestmarke mit einem Zuwachs von 2 % auf 14,5 Mrd. Euro übertroffen. Das gute Ergebnis sei vor allem auf den hohen Auftragsbestand von über acht Monaten zu Beginn des Jahres zurückzuführen. „Darüber hinaus ist der Zuwachs insbesondere der Umformtechnik zu verdanken, die etwa 30 % zum Gesamtergebnis beisteuert”, erläuterte Kapp. Sie sei aufgrund großer Projekte mit dem Hauptabnehmer Automobilindustrie nicht so konjunktursensibel und zyklisch wie die Zerspanungstechnik. „Entsprechend legte die Produktion von Umformtechnik 2013 um 14 % zu, während die Zerspanung mit minus 1 % leicht rückläufig war.”

Tragende Säule für die Werkzeugmaschinenindustrie war nach Verbandsangaben der Inlandsmarkt. Nach zwei Jahren großer Zurückhaltung sei der Inlandsverbrauch von Maschinen um 5 % gestiegen. Rückläufig war hingegen der Export. Er habe 4 %, allerdings ausgehend von seinem Höchststand im Jahr 2012, verloren. Dazu Kapp: „Federn ließen vor allem die Ausfuhren nach Amerika und Asien. Sie sanken im vergangenen Jahr um 9 und 7 %.” Negativ habe sich vor allem die nachlassende Dynamik im größten Auslandsmarkt China ausgewirkt. Von Januar bis November 2013 seien die Ausfuhren in die Volksrepublik um 11 % gesunken. „Das war nach zwölf Jahren ununterbrochenen Wachstums erstmals wieder ein Rückgang der Lieferungen.”

Deutschland im weltweiten Produktionsranking auf Platz zwei

Weltweit ist die Werkzeugmaschinenproduktion 2013 auf Euro-Basis um 13 % gesunken, so der VDW. Deutschland habe zu den ganz wenigen im Reigen der großen Anbieter gehört, die gewachsen sind. „Damit hat sich die Branche im Weltproduktionsranking die Silbermedaille geholt hinter Weltmeister China, aber vor Dauerwettbewerber Japan”, teilte Kapp mit. Beim Export kehrte Deutschland sogar an die Spitze zurück. Mit einem Exportrückgang von nur 3 % ohne Teile und Zubehör konnte Japan von ersten Platz der weltweiten Exporteure verdrängt werden. Der Weltmarktanteil beträgt 23,7 Prozent.

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