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EMO Hannover 2011

Werkzeugmaschinenindustrie fit für den Aufschwung

| Redakteur: Stéphane Itasse

Werkzeugmaschinen sind nicht nur ein technisches Faszinosum, sondern erfreuen sich auch einer enormen Nachfrage. (Bild: Wiebke Langefeld)
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Werkzeugmaschinen sind nicht nur ein technisches Faszinosum, sondern erfreuen sich auch einer enormen Nachfrage. (Bild: Wiebke Langefeld)

In der Werkzeugmaschinenindustrie stehen die Zeichen wieder auf Expansion. Das Wachstum in den Schwellenländern schlägt sich in einer kräftigen Zunahme der Nachfrage nach Werkzeugmaschinen nieder. Davon profitieren alle großen Herstellerländer, wenngleich in unterschiedlichem Ausmaß.

Während die EMO 2011, was die Ausstellerzahlen anbelangt, dem Rekordniveau des Jahres 2007 entgegenstrebt, wird die größte Werkzeugmaschinenschau auf dem Globus in einem wirtschaftlichen Umfeld stattfinden, wie es besser nicht sein könne. In Deutschland brummt das Exportgeschäft und es wird wieder in Fertigungstechnik investiert, die sogenannten Schwellenländer haben nach kurzer, krisenbedingter Zäsur wieder auf ihren Wachstumspfad zurückgefunden und die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie, die nach einem Rekordjahr 2008 als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise in heftige Turbulenzen geraten war, nahm bereits zu Ende des Jahres 2009 hin wieder ihren Steigflug auf.

Deutscher Werkzeugmaschinenbau im Megaaufschwung

Aktuell erlebt die Branche, wie VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer bei der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal 2011 verkündete, "einen Megaaufschwung". So erhöhten sich die Bestellungen im Berichtszeitraum im Vergleich zum ersten Quartal 2009 um 130%, wobei In- und Auslandsnachfrage fast gleichzogen. Der Auftragseingang aus dem Inland legte um 127% zu, die Nachfrage aus dem Ausland um 132%.

„Die Branche hat sehr viel schneller und stärker Fahrt aufgenommen als im Herbst 2010 erwartet“, so VDW-Geschäftsführer Schäfer. Mit diesen Spitzenwerten nähere sich der Auftragseingang "in Riesenschritten dem Allzeithoch von 2007", so Schäfer weiter, wenngleich beim Umsatz noch ein gutes Zehntel zum Topniveau von 2008 fehle.

VDW mit optimistischer Prognose für das laufende Jahr

Entsprechend optimistisch fällt denn auch die Prognose für 2011 aus. Der VDW erwartet im laufenden Jahr ein Produktionswachstum von 30%. „Mit der Rückkehr zu einem erwarteten Volumen von fast 13 Mrd. Euro hätten wir einen Großteil der krisenbedingten Einbuße wieder aufgeholt. Damit könnten wir mehr als zufrieden sein“, so Martin Kapp, Vorsitzender des VDW, bei der traditionellen Jahrespressekonferenz des Verbandes.

Seit Ende 2009 realisiert die Branche Quartal für Quartal zweistellige Bestellzuwächse. Waren zunächst China, Südkorea und Indien die Treiber der Auslandsnachfrage, so ist diese zwischenzeitlich auf breiter Front angesprungen. „Hier macht sich die weltweite Präsenz unserer Industrie, ihr hoher Exportanteil von zwei Dritteln und ihre international herausragende technologische Position bezahlt“, stellte der VDW-Vorsitzende fest.

Deutscher Werkzeugmaschinen-Markt zieht ebenfalls an

Auch in Deutschland werden wieder mehr Werkzeugmaschinen verkauft. Erstmals nach zwei Jahren drehte im August 2010 der Umsatz wieder ins Plus. Im gesamten Jahresverlauf zeigte die Produktion noch ein kleine Minus von 3% im Vergleich zu 2009. Das Gleiche gilt für die Paradedisziplin des deutschen Werkzeugmaschinenbaus, den Export, der 2010 um 1% schrumpfte. China war auch 2010 der weltgrößte Absatzmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen und nahm mit einem Anteil von rund 28% und einem Plus von 29% zum Vorjahr fast viermal so viele Werkzeugmaschinen aus deutscher Produktion auf wie die USA (Platz 2).

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