VDW Werkzeugmaschinenindustrie wächst trotz konjunktureller Schwankungen

Redakteur: Andrea Gillhuber

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist weiter am wachsen. Das meldet der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken VDW. Ein Ende sei trotz der konjunktureller Schwankungen nicht in Sicht.

Dr. Wilfried Schäfer: "Die Branche befindet sich trotz konjunktureller Schwankungen auf solidem Wachstumskurs."
Dr. Wilfried Schäfer: "Die Branche befindet sich trotz konjunktureller Schwankungen auf solidem Wachstumskurs."
(Bild: VDW)

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist weiter am wachsen. Das meldet der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken VDW. Im dritten Quartal 2016 stieg der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 %. Die Inlandsbestellungen sanken um 14 %, während die Auslandsnachfrage um 22 % stieg. In den ersten neun Monaten 2016 zog der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr mit 11 % an. Die Inlandsbestellungen stiegen leicht um 2 %. Unterdessen verzeichnet die Auslandsnachfrage ein Plus von 16 %. „Die gute Auftragslage bekommt dabei maßgeblich Rückenwind aus dem Ausland. Das gilt für den Euroraum und in noch stärkeren Maße für den Nicht-Euroraum“, erläutert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW, das Ergebnis. Die positive Auftragsentwicklung in Europa wird dabei durch die Märkte Italien, Spanien und Frankreich gestützt. Im Außereuropäischen Raum entwickeln sich vor allem die Bestellungen aus den USA besonders gut. Grund hierfür ist die gestiegene Auftragslage aus der amerikanischen Automobilindustrie.

Das dritte Quartal verzeichnet bei der Zerspanung ein Plus von 7 %, bei der Umformtechnik einen Anstieg von 10 %. In beiden Technologien bewegen sich die Bestellungen aus dem Ausland gleichmäßig zweistellig nach oben, im Inland muss die Zerspanung in den Monaten Juli bis September aber ein Minus von 23 % verkraften. Für diese Monate zeigt sich bei den Bestellungen ein ähnliches Bild: Insgesamt plus 12 %, während das Inlandsgeschäft mit 7 % rückläufig ist. Das Auslandsgeschäft wächst mit 22 %.

In der Umformung ein ähnliches Bild: Bestellungen aus dem Ausland nahmen um 11 % zu, im Inland um 10 %. In den ersten neun Monaten stützt sich der Gesamtzuwachs von 9 % stark auf die inländischen Bestellungen (+24 %). Maßgeblich verantwortlich dafür ist das Projektgeschäft im Bereich der Pressen für die deutsche Automobilindustrie. Im gleichen Zeitraum konnte das Ausland ein Auftragsplus von 1 % verbuchen.

Die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist zu Jahresmitte von 86,6 auf 90,2 % im Oktober 2016 gestiegen. „Das ist ein Indiz dafür, dass sich die Branche trotz konjunktureller Schwankungen auf solidem Wachstumskurs befindet“, so Schäfer.

(ID:44355529)