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AMB 2014 Wichtige wirtschaftliche Impulse für die Anwenderbranchen

Redakteur: Udo Schnell

Die AMB ist seit langem ausgebucht – die Messe ist und bleibt ein wichtiger Treffpunkt der Branche. Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung der Landesmesse Stuttgart, erläutert, welche Impulse von der diesjährigen AMB zu erwarten sind und welche Highlights den Besuchern geboten werden.

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Die AMB ist der Treffpunkt der Metallbearbeiter (im Bild: Blick in Halle 1, AMB 2012).
Die AMB ist der Treffpunkt der Metallbearbeiter (im Bild: Blick in Halle 1, AMB 2012).
(Bild: Landesmesse Stuttgart)

Herr Kromer, nach der AMB 2012 haben Sie von der besten AMB aller Zeiten gesprochen. Kann Ihr Ziel für die diesjährige Messe demnach nur lauten, das Niveau zu halten?

Kromer: Mitnichten. Unser Ziel ist immer, die AMB weiterzuentwickeln, sie noch internationaler zu machen und das Angebot noch attraktiver zu gestalten. Was die Besucherzahlen anlangt, sind wir mit dieser Strategie auf dem richtigen Weg. Seit dem Umzug auf das neue Messegelände steigt das Besucheraufkommen – sowohl in absoluten Zahlen als auch bei der Internationalität – von Veranstaltung zu Veranstaltung. Natürlich ist ein so gigantischer Besucherzuwachs von 49.000 auf 85.000, wie bei der ersten AMB auf dem neuen Gelände im Jahr 2008, nicht alle zwei Jahre realisierbar.

Die AMB ist seit langem ausgebucht. Was bedeutet das auf der Ausstellerseite in konkreten Zahlen?

Kromer: Auf Ausstellerseite, das ist richtig, ist ein Wachstum in absoluten Zahlen und bei der Belegung der Fläche derzeit in den bestehenden Hallen nicht mehr möglich. Wir haben das Maximum ausgereizt. Das bedeutet, dass wir den Ausstellern in einigen Fällen nicht die gewünschte Fläche anbieten können, oder Aussteller komplett ablehnen müssen, weil wir keine Flächen mehr zur Verfügung haben. Das trifft Aussteller aus dem In- und Ausland gleichermaßen. Um hier eine gerechte Vorgehensweise zu schaffen, haben wir einen Anmeldeschluss eingeführt, der am 30. Juni 2013 endete. Wer sich bis dahin angemeldet hatte, konnte mit einer Berücksichtigung rechnen.

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Trotz Rekordergebnis kamen 2012 nur 12 % der Besucher aus dem Ausland. Was wurde getan, um dies zu verbessern, und wie sind Ihre Erwartungen?

Kromer: Wir haben in den letzten Jahren unsere internationalen Marketingmaßnahmen ausgebaut, angefangen bei Auslandspressekonferenzen, Verbands- und Medienkooperationen oder Präsenz auf Wettbewerbsmessen, um nur die Wichtigsten zu nennen. Mittlerweile gehört die AMB zu den Top 5 Branchenmessen weltweit und legt auch bei der Internationalität der Besucher stetig zu. Wahr ist aber auch, dass der starke Standort BaWü viele Besucher anzieht, die keine andere Messe als die AMB besuchen. So erklärt sich die starke Phalanx der deutschen Besucher. Ich rechne jedoch mit einem weiteren Zuwachs an Besuchern aus dem Ausland.

Welche Highlights erwarten die Besucher im Rahmenprogramm?

Kromer: Unter dem Themenkomplex „Maschine der Zukunft“ subsummieren wir die neuesten Trends im Werkzeugmaschinenbau. Dazu gehört Industrie 4.0 ebenso wie die Komplettbearbeitung in einer Aufspannung. Die neue Generation der Werkzeugmaschinen und der Präzisionswerkzeuge zeichnet sich durch Modularität und Intelligenz aus. Innovationstreiber, wie zum Beispiel neue Verbundwerkstoffe im Leichtbau, bringen die Branche zusätzlich voran, stellen sie aber auch vor neue Herausforderungen.

Welche wirtschaftlichen Impulse wird die AMB aus Ihrer Sicht der Branche geben?

Kromer: Dynamische und zunehmend komplexe Fertigungsprozesse stellen den Werkzeug- und Werkzeugmaschinenbau vor immer neue Herausforderungen. Die Unternehmen müssen sich ihnen stellen, um eine immer effizientere und flexiblere Produktion zu gewährleisten. Es geht um die Vernetzung von virtueller und realer Welt, aber auch um die Kompetenz, neue Materialien wie Verbundwerkstoffe bearbeiten zu können. Nur wer seine Produktion zum Mitdenken bringt, kann künftig die nötige Qualität, Flexibilität und Verfügbarkeit gewährleisten, um global wettbewerbsfähig zu sein. Die dafür benötigte „Hard- und Software“ zeigt die AMB vom 16. bis 22. September 2014 in Stuttgart und liefert damit wichtige wirtschaftliche Impulse für die Anwenderbranchen.

Es gibt bereits Pläne für die Erweiterung des Stuttgarter Messegeländes mit der Halle 10. Wann werden die Aussteller der AMB von der zusätzlichen Fläche profitieren?

Kromer: Die Weichen für eine Halle 10 und damit einhergehend eine Aufwertung des Eingangs West sind gestellt. Die neue Halle wird unseren bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen stoßenden Veranstaltungen, von denen die AMB nur eine ist, neue Perspektiven für weiteres Wachstum bieten. Wir sind stolz auf die rege Nachfrage von Ausstellern und Besuchern aus aller Welt. Mit der Halle 10 kann dieser Nachfrage in Zukunft besser entsprochen werden. Die Planungen umfassen den Neubau einer Halle mit 14.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche, die unmittelbar an Halle 8 anschließt. Sie wird auf einer bisher als Parkplatz genutzten Betonfläche errichtet. Zudem wird der Eingang West um rund 3000 Quadratmeter vergrößert und seine Bedeutung deutlich aufgewertet. Nach dem Ausbau wird die Messe über eine Ausstellungsfläche von insgesamt rund 120.000 Quadratmetern verfügen. Wir rechnen mit einer Inbetriebnahme zur AMB 2018.

* Das Interview führte MM-Redakteur Rüdiger Kroh

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