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Widerstandsschweißen in Rekordgeschwindigkeit

| Redakteur: Frauke Finus

Die Roboter-Schweißzange Galaxy Gun ermöglicht kürzere Taktzeiten sowie mehr Schweißpunkte pro Minute.
Die Roboter-Schweißzange Galaxy Gun ermöglicht kürzere Taktzeiten sowie mehr Schweißpunkte pro Minute. (Bild: Nimak)

Eine neue Roboter-Schweißzange und ein neuer Schweißprozess von Nimak sorgen für enorme Produktivitätssteigerung.

Auf der Schweissen & Schneiden hat Nimak zwei Innovationen beim Widerstandsschweißen vorgestellt. So stellt der Hersteller von Roboter-Schweißzangen nach eigenen Angaben mit Galaxy Gun zum einen ein völlig neues Konzept vor, das deutlich kürzere Taktzeiten, mehr Schweißpunkte pro Minute und damit eine enorme Steigerung der Produktivität ermöglicht. „Noch nie hat es eine Schweißzange gegeben, die aus so wenigen Einzelteilen besteht, kompakt, zuverlässig und leistungsstark ist“, erklärt Nimak-Vertriebsleiter Kay Nagel bei der Vorstellung in Düsseldorf. Das künftige Highlight des Unternehmens mit Stammsitz im Westerwald basiert auf einer kompletten Antriebseinheit des renommierten Mechatronikunternehmens Wittenstein, welche direkt im Drehpunkt der Zange montiert ist. „Dessen Galaxie-Antriebssystem ist sicher das höchstpräziseste auf dem Weltmarkt“, betont Nagel, „und insofern das Beste, was es je gegeben hat.“ Das dafür unter anderem mit dem Hermes-Award ausgezeichnete Unternehmen Wittenstein hat mit Nimak eine Exklusiv-Partnerschaft vereinbart.

Gewappnet für Multimaterial-Mixe

Die nach dem Antrieb benannte neue Schweißzange eignet sich für die Anforderungen des Multimaterial-Mixes genauso wie für das Fügen von herkömmlichem Stahl. Beim Schweißen von Aluminium zeigt sie besondere Stärken, wie der Hersteller mitteilt. Denn Galaxy Gun verfügt über einen schnellen Aufbau der Kraft und kann diese schnell verändern, zudem über ein rasantes Nachsetzverhalten sowie eine äußerst exakte Wiederholgenauigkeit der Elektrodenkraft, wie es weiter heißt. Damit öffne und schließe die Zange besonders schnell. Darüber hinaus kann sie die Elektrodenarme weit öffnen und daher Störkonturen ausweichen. Da der Zangenschwerpunkt nah an der Anflanschung des Roboters liegt, kann dieser die Zange schneller bewegen, und wird weniger belastet, wie der Hersteller mitteilt. Dazu trägt auch das um 20 % geringere Gewicht gegenüber gleich leistungsstarken Schweißzangen bei. Dies sei auf die Teilereduzierung und kompakte Bauweise zurückzuführen.

Nimak auf der Schweissen & Schneiden 2017: Halle 9, Stand C26

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