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Unternehmensstrategie

Wie die Politik die Industrie unterstützen kann

| Redakteur: Claudia Otto

Strategien für Wachstum und Beschäftigung sind es, die eine aktuelle Studie herausgearbeitet hat. Für Deutschland bestehen vor allem Herausforderungen bei der Energiesicherheit, aber auch bei den Arbeits- und Materialkosten. Welche Rahmenbedingungen nötig sind, erläutern die Befragten.

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Ökonomisches Wachstum ist direkt abhängig von den Fähigkeiten des Manufacturing-Sektors in einem Land, lautet eine Kernaussage der Studie.
Ökonomisches Wachstum ist direkt abhängig von den Fähigkeiten des Manufacturing-Sektors in einem Land, lautet eine Kernaussage der Studie.
(Bild: Freudenberg-Pressebild)

Für den zusammen mit dem World Economic Forum erstellten Deloitte-Report „Manufacturing for Growth – Strategies for Driving Growth and Employment“ wurden Deutschland, die USA, Brasilien, China, Indien und Japan in den Fokus genommen. „Die befragten CEO geben konkrete Handlungsempfehlungen, ob und wie die Politik in Zusammenarbeit mit den Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Industrie fördern kann“, sagt Thomas Doebler, Partner und Leiter Manufacturing bei Deloitte.

Politische Rahmenbedingungen müssen konsistent und stabil sein

Effektive politische Rahmenbedingungen müssen demnach vor allem konsistent und stabil, wettbewerbsfähig und doch fair, dialog- und kollaborationsfähig, vertrauensbildend sowie finanziell solide sein. Konkret seien dies ein möglichst einfaches Steuersystem, Wegfall von Handelsbarrieren, Energiesicherheit, qualifizierte Arbeitskräfte sowie die Unterstützung von Wissenschaft und Technologie. Ein erprobtes Mittel für die Kooperation von Politik und Unternehmen seien Public Private Partnerships. Dabei geht es um die gezielte Einbeziehung Dritter wie etwa Universitäten, staatlicher Laboratorien oder anderer Non-Profit-Organisationen.

Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit ist vor allem die Rolle der Industrie eines Landes innerhalb der weltweiten Zuliefer- und Wertschöpfungsketten. Hier sei eine Verschiebung zu erkennen: Heute werden deutlich mehr Zwischenprodukte als Endprodukte gehandelt, der Wertschöpfungseffekt gewinnt an Bedeutung. Damit wächst der Graben zwischen Ländern mit starker Warenproduktionskapazität und denen mit maßgeblicher Wertschöpfung.

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