Digitalisierung Wie innovative Beschaffung zum Wachstum beiträgt

Autor / Redakteur: Florian Böhme / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Der digitale Wandel verändert die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten. Bei der Beschaffung ist diese Entwicklung besonders relevant – auch für den Transport- und Logistiksektor. Einem Accenture-Bericht zufolge können Transport- und Logistikunternehmen unter Einsatz von digitalen Technologien ihre Marktstellung deutlich verbessern und ihren operativen Gewinn um bis zu 13 Prozent steigern.

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Ein digitalisierter Einkauf gestaltet das gesamte Unternehmen nachhaltig um; eine Investition, die sich langfristig auszahlt.
Ein digitalisierter Einkauf gestaltet das gesamte Unternehmen nachhaltig um; eine Investition, die sich langfristig auszahlt.
(Bild: Amazon/Holger Peters)

Beschaffungsprozesse spielen bei der digitalen Umgestaltung von Unternehmen eine wichtige Rolle und haben einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum: Laut einer McKinsey-Umfrage erwarten Einkaufsleiter von digitalen Beschaffungsprogrammen jährliche Einsparungen von 40 Prozent, eine Reduzierung der Transaktions-Beschaffungszeit um 30 Prozent und eine Verringerung des Wertverlusts um bis zu 50 Prozent. Trotz der eindeutigen Vorteile vollzieht sich der digitale Wandel bei vielen Unternehmen nur mühsam: Unklarheiten bei der Budgetierung, der Priorisierung und der tatsächlichen Implementierung neuer Technologien sind für 50 Prozent der Einkaufsleiter, die in einer Studie von Amazon Business und WBR Insights befragt wurden, die größten Hürden im Übergang zum digitalen Einkauf.

Mit digitalisiertem Einkauf lassen sich Zeit und Geld sparen.
Mit digitalisiertem Einkauf lassen sich Zeit und Geld sparen.
(Bild: Amazon/Manico.tv)

„Tail Spend“ richtig managen und Kosten sparen

Bei der digitalen Transformation des Einkaufs ist auch das richtige Management des sogenannten „Tail Spend“ relevant. Die „Tail-Spend“-Ausgaben umfassen alltägliche Einkäufe, sogenannte Nicht-Produktions-Materialien, wie etwa Büromaterial, IT-Zubehör oder Küchenartikel. Diese können bis zu 20 Prozent aller Ausgaben betreffen, die meist auf 80 Prozent der Lieferanten aufgeteilt werden. Die Einkäufe werden zudem meist dezentral gesteuert und die Einkäufer sind oft über das gesamte Unternehmen verstreut. Werden alle Prozesse, die mit einem Kauf zusammenhängen, berücksichtigt – wie die Anzahl der Produkte, Händler, Verträge, Abrechnungen, Zahlungsbedingungen und eventuelle Beschwerden –, wird klar, dass dies mit einem großen Verwaltungsaufwand und hohen Ausgaben verbunden ist.

Bezieht eine Einkaufsabteilung ihre „Tail-Spend“-Produkte über einen zentralen, transparenten und effizienten Onlineshop, kann Zeit und Geld gespart werden – das dann wieder in andere (digitale) Projekte fließen kann.

Digitalisierung von Transport- und Logistikunternehmen

Bei der zunehmenden Digitalisierung von Transport- und Logistikunternehmen nimmt die Beschaffung eine wichtige Funktion ein: Einkaufsabteilungen müssen einerseits ihre eigenen internen Prozesse im Zuge des digitalen Wandels ändern – und gleichzeitig mithilfe intelligenter Prozesse die finanziellen und personellen Ressourcen des Unternehmens schonen. Die Integration des digitalen Einkaufs in ein bestehendes Umfeld sollte daher so unkompliziert wie möglich ablaufen.

Ein B2B-Onlineangebot wie Amazon Business bietet ein vertrautes Einkaufserlebnis: Es ähnelt der Version für Privatkunden und ist somit einfach in der Bedienung. Auch die Verknüpfung mit bestehenden Systemen wie SAP ist in der Regel schnell zu realisieren und damit kostenschonend.

Langfristiges Ziel: Zeit und Geld durch digitalisierten Einkauf sparen

Im Transport- und Logistikbereich sind besondere Reaktionsschnelligkeit und Flexibilität gefragt. Durch einen digitalen Einkauf können Unternehmen aus diesem Bereich nicht nur Zeit, sondern auch Geld und Mühe sparen, denn der zentrale und transparente Onlinekauf bietet viele Vorteile: Zum Beispiel haben Käufer von verschiedenen Standorten eines Unternehmens ihre eigenen Unterkonten mit individuellen Namen und Rechnungsadressen. Diese autorisierten Mitarbeiter und Einkäufer profitieren von einer breiten Palette an Produkten, ohne im Voraus aufwendige Recherche betreiben zu müssen. Die Unterkonten obliegen mithilfe eines zentralen Kontos der Kontrolle des Einkaufsleiters. Er kann lokale Budgetgrenzen festlegen und automatisierte Genehmigungsprozesse definieren. Durch automatisierte Analyse- und Berichtsfunktionen behält er einen zuverlässigen Überblick über alle Ausgaben.

* Florian Böhme ist Director Amazon Business DACH-/CEE-Region bei der Amazon Deutschland Services GmbH in 80807 München, Tel. (08 00) 1 83 84 24, amazon-business@amazon.de

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