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Konstruktion

Wie Konstruktionssoftware hilft, unsere Welt zu verändern

| Autor / Redakteur: Ralf Steck / Stefanie Michel

Globalisierte Entwicklung: Tools helfen beim Kommunizieren

Diese Social-Media-Funktionalitäten sind auch in einem global aufgestellten Konstruktionsteam von großem Nutzen. Je weiter die Mitglieder eines Teams voneinander entfernt sind, desto formalisierter muss der Kommunikationsprozess ablaufen – es ist eben nicht mehr möglich, mal eben zum Kollegen hinüberzugehen und etwas zu besprechen. Im schlimmsten Fall sorgt die Zeitverschiebung zwischen den Standorten dazu, dass es praktisch unmöglich ist, Telefonkonferenzen so zu terminieren, dass alle Kollegen teilnehmen können. Da helfen Funktionen wie Foren, Wikis und Chats, die eine formalisierte, aber eben auch zeitunabhängige Kommunikation ermöglichen.

Für die Abstimmung der Teams und deren Datenbestände bieten sich – wenn kein PLM-System mit Replikationsfunktion vorhanden ist oder das Team unternehmensübergreifend und global arbeitet – cloudbasierte Dienste an, von denen es inzwischen eine ganze Reihe gibt, beispielsweise Proom von der Karlsruher Procad, Grabcad, aber auch Autodesk 360. Diese Dienste bieten einen oder mehrere Projekträume, in denen die Teilnehmer CAD-Modelle und andere Daten ablegen und aufrufen können. So ist der aktuellste Stand jedes Dokuments immer für alle verfügbar; zudem bieten die Dienste meist ebenfalls Chats oder andere Kommunikationsmöglichkeiten.

Das Internet als Supercomputer in der Konstruktion nutzen

Die Cloud ist an vielen Stellen im Bereich der Produktentwicklung auf dem Vormarsch. So lassen sich über das Internet nahezu unbegrenzte Computerressourcen nutzen. Ein Beispiel ist das Verlagern rechenintensiver Arbeitsschritte wie das Rendern von Bildern oder auch Simulationen in die Cloud. Autodesk-CEO Carl Bass, ein Verfechter von Cloud-Technologien, sagt: „In der Cloud kostet es dasselbe, einen Prozessor zehntausend Sekunden zu nutzen, wie zehntausend Prozessoren eine Sekunde.“

Jederzeit auf nahezu unendliche Rechenressourcen zugreifen zu können, eröffnet neue Möglichkeiten wie die rechnergestützte Optimierung: Man entwirft beispielsweise ein Hebelwerk, gibt dem System die darauf wirkenden Kräfte und die Maße an, die es variieren kann, und startet die Berechnung. Dazu muss für jeden Schritt des Wertebereichs eine FEM-Analyse gerechnet werden; jede einzelne dieser Rechnungen kostet jedoch nicht wenig Rechenzeit. Deshalb waren solche Serienberechnungen, bei denen ein Optimum gesucht wird, bisher kaum sinnvoll durchzuführen – außer, man hatte einen Großrechner in der Firma stehen. Heute ist dieser Großrechner für jedermann nur einen Mausklick entfernt.

Rechenpower der Cloud lässt mehr Zeit für Produktoptimierung

Ebenso verhält es sich mit Renderings, also der Berechnung fotorealistischer Bilder auf Basis von 3D-CAD-Daten. Auch hier ist oft ein zeitraubender, iterativer Prozess mit vielfachen, langwierigen Berechnungsläufen notwendig. Wird das Rendering in die Cloud verlegt, liegt das gerenderte Bild in Sekundenschnelle vor, es kann beurteilt und bei Bedarf mit geänderten Parametern nochmals berechnet werden.

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