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Konstruktion

Wie Konstruktionssoftware hilft, unsere Welt zu verändern

| Autor / Redakteur: Ralf Steck / Stefanie Michel

Die Rechenpower der Cloud verkürzt in vielen Bereichen lästige Rechenzeiten und macht mehr Iterationen möglich, und mehr Zeit für Optimierungen führt zu besseren Produkten. Carl Bass: „Wir werden Berechnungen anstellen können, die die stabilste und kostengünstigste Alternative zur aktuellen Konstruktion liefern. Im Moment müssen wir Konstruktionsprüfungen noch eher linear durchführen. Es geht immer darum, ob die Konstruktion ein Kriterium erfüllt oder nicht. Wir entwickeln erst eine Konstruktion und prüfen dann per Software, wie gut sie ist. Wenn die Software aber genau wüsste, was das Ziel ist, dann könnte sie die richtige Lösung gleich selbst geben.“

Gleichzeitig sorgt die Cloud für „Waffengleichheit“ kleinerer Unternehmen mit den großen Spielern im Markt, die sich eigene Großrechner leisten können. Heute mietet der Mittelständler einfach die Cloud-Rechenzeit, die er benötigt, und kann so auf dieselben Methoden zugreifen wie die „Großen“.

Dabei darf die Sicherheit nicht aus den Augen verloren werden und dementsprechend bieten aktuelle Softwarepakete viele Funktionen für die Absicherung des geistigen Eigentums gegen unbefugten Zugriff. Nicht nur beim Ablegen oder Bearbeiten von Daten in der Cloud lauern Gefahren, sondern auch beim Erweitern des Zugriffs auf PDM-Datenbanken in die Niederlassungen. Hier fahren viele Unternehmen rigorose Sicherheitsrichtlinien, beispielsweise darf die chinesische Mannschaft, die auf Basis von bewährten Konstruktionen Maschinen für den Heimatmarkt entwickelt, nur genau auf die Daten zugreifen, die dafür unabdingbar sind. Die PDM/PLM-Systeme auf dem Markt bieten dazu fein abgestufte Rechtekonzepte.

Umweltschutz von vornherein ins Produkt hineinkonstruiert

In der Konstruktion schon auf die Auswirkungen des Produkts auf die Umwelt zu achten, ist die einfachste und preiswerteste Methode, ein Produkt mit möglichst geringem „Fußabdruck“ zu erhalten. Gesetze wie RoHS, Reach und andere zwingen den Produktentwickler dazu, bestimmte Materialien zu meiden oder die Herkunft und Zusammensetzung jedes Bauteiles nachzuweisen; dazu existieren Module in den PDM-Systemen, die das Verwalten der Informationen und die Einhaltung der Regularien übernehmen.

Verschiedene CAD-Systeme bieten Module und Funktionen, um den ökologischen Fußabdruck des Produkts schon während der Konstruktion beobachten zu können. Dazu nutzen die Systeme ausgefeilte Datenbanken für die Bewertung, in denen der Einfluss des Materials und der – vermuteten – Fertigungsschritte auf die Umwelt hinterlegt ist.

CAD-Datennutzung vom Prototyping bis hin zum Service

Ein echter Zukunftstrend im Bereich der Entwicklungs- und Konstruktionssoftware ist die immer stärkere Nutzung der CAD-Daten in nachgelagerten Bereichen, vom Prototyping bis hin zu Service und Wartung. Durch immer detailgenauere Simulation ist es möglich, Konstruktionen heute in fast allen Aspekten zu testen, lange bevor der erste Span fällt. Damit werden viele physikalische Prototypen überflüssig und die Umwelt weniger belastet.

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