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Industrie 4.0

Wie Mensch, Maschine und Roboter gemeinsam flexibel bleiben können

| Autor / Redakteur: Reinhard Karger / Victoria Sonnenberg

Das Team beim Hybrit Kick-off Meeting
Bildergalerie: 1 Bild
Das Team beim Hybrit Kick-off Meeting (Bild: DFKI)

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Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts Hybrit ist die Intensivierung der flexiblen Zusammenarbeit von Menschen, Robotern und Produktionsanlagen. Mit einem innovativen Ansatz in der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) soll ein neuer Weg partizipativer Arbeitsgestaltung beschritten werden.

Hybrit leistet einen wesentlichen Beitrag zu der zukünftig geforderten Wandlungsfähigkeit und somit zur optimalen Auslastung von Montage- und Fertigungsanlagen. Die wirtschaftlich rentable Produktion auch bei geringen Stückzahlen soll durch Industrie 4.0 ermöglicht werden. Äußerst wandlungsfähige Fertigungssysteme, die sich rechtzeitig flexibel und schnell an sich ständig ändernde Anforderungen anpassen lassen, sind die produktionstechnische Basis. Verfügbare Produktionssysteme sind zwar schon weitgehend digitalisiert, vernetzt und teilweise auch wandlungsfähig, für eine tatsächliche Zusammenarbeit von Mensch und Roboter aber sind sie noch nicht hinreichend gerüstet. Hybrit adressiert neben diesen fertigungstechnischen Herausforderungen aber auch Fragen der soziotechnischen Beherrschbarkeit.

Zusammenarbeit hybrider Teams in intelligenten Umgebungen

Ziele in Hybrit sind der Aufbau und die industrielle Erprobung hybrider Teams, in denen Menschen und Roboter mit softwarebasierten Assistenzsystemen in intelligenten Umgebungen in der industriellen Fertigung zusammenarbeiten. Hybrit erforscht und erprobt im industriellen Kontext die notwendigen Komponenten, die für die Planung und Optimierung hybrider Teams, für ihre Integration in eine vorhandene IT- und Produktionsstruktur sowie für ihre Steuerung im Produktionsbetrieb essentiell sind. Dazu Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Gesamtprojektleiter in Hybrit und Chef des DFKI: „Wir streben eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Einzeldisziplinen Mensch-Roboter-Kollaboration, intelligente Planungsumgebungen, Assistenzsysteme und wissensbasierte Robotik an. Im Produktionsprozess sollen Werkerinnen und Werker durch Roboter so unterstützt werden, dass diese Zusammenarbeit im Team für sie sicher, effizient und ergonomisch ist.“

Aus IT‐Sicht handelt es sich dabei um massiv verteilte Systeme mit sehr heterogenen Teilsystemen wie Anlagen‐ und Robotersteuerungen, Sicherheits‐, Logistik‐, Datenbank‐, Assistenz‐, Tracking‐, Simulations‐ und Visualisierungssystemen, die in einer umfassenden ressourcenorientierten Architektur (ROA) miteinander verbunden werden.

Eingesetzt und evaluiert werden die Ergebnisse des Hybrit-Projekts in Produktionsprozessen der Automobil- und Flugzeugbauindustrie mit einem hohen Anteil an manuellen Montagearbeiten.

Projektinformationen im Überblick

Projektpartner: Airbus Operations GmbH, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Broetje‐Automation GmbH, DFKI GmbH (Projektkoordination) EngRoTec GmbH & Co.KG, KUKA Roboter GmbH, The Captury GmbH, Volkswagen Aktiengesellschaft

Projektvolumen: circa 10 Mio. €

Projektlaufzeit: 01.11.2016 bis 31.10.2019

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