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Fälschungsschutz

Wie sich die technische Industrie vor Produktpiraten schützt

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Notwendig ist die Kombination offener und verborgener Sicherheitsmerkmale

Deshalb ist die Kombination mit zusätzlichen offenen und verborgenen Sicherheitsmerkmalen notwendig, die einen sicheren Echtheitsnachweis bieten. Zu den zuverlässigen Lösungen für einen offenen und hohen Originalitätsschutz zählen die Kippfarben, die je nach Betrachtungswinkel den Farbeindruck verändern. Kippfarben werden weltweit auf über 60 Währungen erfolgreich als Sicherheitsmerkmal eingesetzt.

Die einzigartigen Farbfrequenzen werden weltweit nur einmalig an Markeninhaber vergeben und in zentralen Trust-Centern verwaltet werden. Spezifische Farben können auch ergänzend über spezielle, Scheckkarten große Handfilter zweifelsfrei identifiziert werden. Damit ist eine besonders zuverlässige und sekundenschnelle Überprüfung vor Ort, ohne aufwändige Labortests sichergestellt.

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Forensische Sicherheitsmerkmale sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar

Zusätzlichen Schutz und einen gerichtssicheren Echtheitsnachweis bieten verborgene, so genannte forensische Sicherheitsmerkmale. Hierbei handelt es sich um Mikropartikel, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind und erst unter dem Mikroskop oder mit speziellen Lesegeräten sichtbar werden. Diese Taggants sind chemisch und thermisch sehr stabil. Sie tragen spezifische holografische Gravuren, einen individuellen Schichtaufbau oder einen einzigartigen optischen „Fingerabdruck“, der nur im UV- oder IR-Spektrum messbar ist.

Die Einsatzgebiete der Taggants sind äußerst vielseitig; sie lassen sich in das Sicherheitsetikett integrieren oder direkt dem Produkt in der Herstellung beimischen. Selbst flüssigen Substraten können sie beigemischt werden, sofern produkttechnisch nichts dagegen spricht. Über die Echtheitsprüfung hinaus sorgen auf Wunsch zusätzlich so genannte „Track & Trace“-Systeme für eine lückenlose Überwachung der Distributionskette. Voraussetzung für die Rückverfolgbarkeit der Waren ist ein maschinenlesbarer Zahlenschlüssel, den Schreiner Prosecure generiert und produktindividuell in das Sicherheitsetikett integriert.

Bosch nutzt die Expertise von Schreiner Prosecure und hat sich mit dem Keysecure-Siegel für eine Lösung entschieden, die Manipulationsschutz, Fälschungsschutz und Rückverfolgbarkeit passgenau kombiniert. Denn neben einem Hologrammstreifen mit 2D/3D Effekt sowie weiteren offenen und verborgenen Merkmalen ist in das Speziallabel zusätzlich ein 15-stelliger Zahlenschlüssel integriert.

Echtheit der Produkte von überall online prüfen

Mit diesem Keysecure-Code lässt sich die Echtheit der Produkte von jedem Ort der Welt aus online überprüfen. Dazu gibt der Händler, die Werkstatt oder der Endverbraucher einfach den Zahlencode über das Internet in eine Überprüfungs-Webpage ein und erfährt per Mausklick sofort, ob es sich um ein Original Bosch Produkt handelt.

Das dafür erforderliche Hochsicherheits-Rechenzentrum wird ebenfalls von Schreiner Prosecure betrieben. Hier werden die Zahlenschlüssel generiert und authentifiziert. Bosch setzt die Technologie zur Kennzeichnung besonders fälschungsgefährdeter Produkte wie Lambdasonden, die Werkstattsoftware ESI[tronic], Startgeneratoren, Einspritzkraftstoffpumpen und Abgassensoren inzwischen weltweit ein.

Mehr noch: Auf den Verpackungen etwa der ESI-Software oder von Lambdasonden dient das Siegel zudem als Erstöffnungsschutz. Auch ist sichergestellt, dass die Fälschungsschutzmarkierungen die von der Automobilindustrie und dem Maschinen- und Anlagenbau geforderte langjährige Lagerbevorratung ohne Sicherheitseinbußen überstehen. Ein Meilenstein im Sicherheitskonzept technologieorientierter Unternehmen, das nach dem Vorbild der Robert Bosch GmbH international Schule machen könnte.

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