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Produktpiraterie Wie Sie Produkte schon bei der Konstruktion vor Fälschern schützen

Autor / Redakteur: Christoph Fasel / Melanie Krauß

Was können Mittelständler durch Technik tun, um ihre Konstruktionen vor unrechtmäßigen Plagiaten zu schützen? Experten kennen mittlerweile eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Der MM sprach mit einigen von ihnen.

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Effektive Abwehr: Manchmal kann es schon reichen, besondere Schrauben zu verwenden, um das eigene Produkt zu schützen.
Effektive Abwehr: Manchmal kann es schon reichen, besondere Schrauben zu verwenden, um das eigene Produkt zu schützen.
(Bild: ©Georgi Roshkov - stock.adobe.com)

Der Wartungsmechaniker hat einen langen Weg hinter sich. Aus dem beschaulichen Crailsheim trifft er nach zwei Tagen Anreise endlich bei seinem Kunden in einer südchinesischen Metropole ein. Er hat den Auftrag, vor Ort eine Maschine seines Arbeitgebers zu reparieren. Doch das Gerät, vor dem er steht, ist kein Produkt „Made Germany“ – nein: Sie ist von den Chinesen komplett nachgebaut worden. „Das ist nicht unsere Maschine!“ reklamiert der Techniker irritiert. „Ja“, sagt der chinesische Betreuer unumwunden und lächelt unergründlich. „Das Original steht eine Halle weiter!“.

Schutz beginnt beim Konstruieren

Befragt man Piraterie-Experten zu einem Fall wie diesem, lautet die Antwort: Ist es erst einmal soweit, ist es zu spät für den Schutz der eigenen Konstruktion. „Dann ist der Drops gelutscht!“, erklärt Steffen Zimmermann, Experte beim VDMA für Industrie-Plagiate und Piraterie. Das wichtigste ist für den Fachmann, von Anfang an daran zu denken, das Thema Kopierfähigkeit und Kopierschutz mit in die Konstruktion einer Maschine aufzunehmen.