VDMA/BWE Windenergie an Land wächst 2013 wie prognostiziert

Redakteur: Jürgen Schreier

Der deutsche Markt für Onshore-Windenergieanlagen wächst – so wie von Bundesverband Windenergie (BWE) und VDMA Power Systems prognostiziert. Die von der Deutschen Windguard im Auftrag von BWE und VDMA Power Systems ermittelten Zahlen der aktuellen Herstellerbefragung zeigen einen stabilen Aufwärtstrend.

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Thorsten Herdan (VDMA): „Die deutsche Windindustrie ist im internationalen Wettbewerb weiter sehr gut aufgestellt.“
Thorsten Herdan (VDMA): „Die deutsche Windindustrie ist im internationalen Wettbewerb weiter sehr gut aufgestellt.“
(Bild: VDMA)

Von den 2998 Megawatt neu installierter Leistung an Land wurden knapp 60 % in Mittel- und Süddeutschland errichtet. Gerade im Binnenland kommt der Ausbau der Windenergie jetzt voran. Der Norden bleibt mit über 40 % Stabilitätsanker der Onshore-Windenergie.

Beschränkung des Vertrauensschutzes gefährdet noch nicht genehmigte Projekte

Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems: „Der Zubau liegt 29 % über dem Wert von 2012. Damit wird unsere Prognose zum Ausbau der Windenergie an Land von 2900 Megawatt aus dem Sommer 2013 fast punktgenau getroffen.“ Die positiven Zahlen dürften aber nicht über das schlechte Investitionsklima in Deutschland hinwegtäuschen, so der VDMA-Mann.

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Die Beschränkung des Vertrauensschutzes auf Projekte mit Genehmigungsfrist zum 22. Januar 2013 gefährde noch nicht genehmigte aber für 2014 fest geplante Projekte. Eine Prognose für 2014 ist vor diesem Hintergrund schwierig. Je nach Ausgang der EEG Novelle rechnen BWE und VDMA Power Systems mit 2500 bis 3000 Megawatt. Bei der Festlegung der Vergütungswerte muss insbesondere die in den letzten Jahren erfolgte technologische Weiterentwicklung von Schwachwindanlagen bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung im EEG berücksichtigt werden.

Abbauzahlen größer als erwartet

BWE-Präsidentin Sylvia Pilarsky-Grosch: „Angesichts langer Planungszeiträume wurden 2013 viele Projekte realisiert, die unter dem Eindruck der Atomkatastrophe in Fukushima begonnen und vor dem Hintergrund der Debatte zur Strompreisbremse beschleunigt wurden. Planungszeiten von 3 bis 5 Jahren bedingen, dass heute bereits Projekte für 2017 bearbeitet werden.“

Die ermittelten Abbauzahlen mit 416 Anlagen und 257,91 Megawatt (durchschnittlich 620 Kilowatt) seien größer als erwartet. Dabei konnten aufgrund eines fehlenden Anlagenregisters gar nicht alle Projekte erfasst werden. Dies müsse ein angemessen breiter Ausbaukorridor für Onshore-Windenergie berücksichtigen. „Die Stärke des deutschen Marktes ist angesichts der Verunsicherung in Folge der Beschlüsse des Bundeskabinetts in Meseberg bedroht.“

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