Schweißtechnik Windenergie treibt Nachfrage nach Schweißzusatzstoffen

Redakteur: Stéphane Itasse

Der europäische Markt für Schweißzusatzstoffe hat sich 2010 erholt. Der Trend zur Errichtung von Windkraftanlagen hält an und forciert die Nachfrage nach Drähten und Elektroden für die Schweißindustrie. Langfristig wird es zu vermehrten Investitionen in die Automotive- und Baubranche kommen und damit zu einem steigenden Bedarf an Schweißzusatzwerkstoffen, wie die Unternehmensberatung Frost & Sullivan mitteilt.

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Entsprechend rechnet eine neue Studie der Unternehmensberatung mit einer Umsatzsteigerung von 983,4 Mio US-Dollar im Jahr 2009 auf 1139,5 Mio. US-Dollar bis zum Jahr 2016. Die in dieser Studie behandelten Schweißzusatzwerkstoffe umfassen Stabelektroden, Massivdrähte, Drähte mit Flussmittelkern sowie Drähte und Flussmittel zum Unterpulverschweißen (UP).

Auffüllen der leeren Lager erhöht Nachfrage sprunghaft

„Durch das Auffüllen von leeren Lagerbeständen wird mit einer Erhöhung des Stahlverbrauchs gerechnet, zusätzlich zu der durch den Energiesektor und die Automotive-Branche angekurbelten neuen Nachfrage,” sagt Archana Chauhan, Senior Research Analyst bei der Unternehmensberatung. „Dieser sprunghafte Zuwachs an Schweißarbeiten führt damit auch zu einem erhöhten Bedarf an Schweißzusatzstoffen.”

Das Wettbewerbsspektrum in diesem Markt umfasst sowohl stark wettbewerbsorientierte Märkte, in denen eine Vielzahl von Herstellern wenig oder gar keinen Einfluss auf die Produktpreise haben, als auch eher wenig wettbewerbsintensive Märkte für Nischenprodukte. Es besteht daher ein Mangel an Produktdifferenzierung.

Anbieter von Schweißzusatzstoffen setzen wenig auf Kundenservice

Zusätzlich stellen die steigenden Anforderungen im Bereich Kundenservice eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für die europäischen Hersteller von Zusatzstoffen dar. Kundenzufriedenheit ist ein entscheidender Aspekt im Aufbau von stabilen und gewinnbringenden Geschäftsverbindungen und damit entscheidende Vorraussetzung für Kundenbindung und Folgeaufträge.

„Durch steigende Rohstoffpreise, Konkurrenz asiatischer Hersteller und geringe Gewinnspannen sind viele Hersteller nicht in der Lage, ihren Kunden einen attraktiven Kundendienst in Form von effizientem Packaging, After-Sales-Service und Expertenberatung zu garantieren,” erläutert Chauhan.

Hersteller von Schweißzusatzstoffen könnten sich jedoch von der Konkurrenz absetzen und ihre Gewinnspannen erhöhen durch schnelle und zeitgerechte Lieferung, höhere Legierungen bei Zusatzwerkstoffen mit dadurch höherer Produktivität, besserem Packaging und effizienterem Marketing sowie durch geringere durchschnittliche Produktionskosten.

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