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Engel auf der Composites Europe 2016

Wirtschaftliche Fertigungskonzepte für den Composite-Leichtbau

| Redakteur: Peter Königsreuther

Ausgehend von trockenen, vorgeformten Verstärkungstextilien werden beim In-situ-Verfahren, wie es Engel anbietet und auf der Composites Europe 2016 präsentiert, Polymerisations- und Formgebungsprozess in einer Spritzgießmaschine vereint.
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Ausgehend von trockenen, vorgeformten Verstärkungstextilien werden beim In-situ-Verfahren, wie es Engel anbietet und auf der Composites Europe 2016 präsentiert, Polymerisations- und Formgebungsprozess in einer Spritzgießmaschine vereint. (Bild: Engel)

Auf der Composites Europe 2016, die vom 29. November bis 1. Dezember in Düsseldorf stattfindet, präsentiert der Maschinenbauer Engel unter anderem seriennahe Fertigungslösungen von Compositeteilen für die Automobil-, Teletronikbranche.

Ausgehend von trockenen, vorgeformten Verstärkungstextilien werden beim In-situ-Verfahren Polymerisations- und Formgebungsprozess in einer Spritzgießmaschine vereint. Seit der Präsentation einer ersten Prototypmaschine hat Engel die Anlagenkomponenten stetig optimiert und ein völlig neues Reaktivaggregat entwickelt, das sich mit Engel-Maschinen unterschiedlicher Bauarten kombinieren lässt. Als erster Anbieter am Markt setzte Engel darauf, das feste Monomer bedarfsorientiert aufzuschmelzen und zu verarbeiten. Die Vorteile sind eine deutlich reduzierte thermische Belastung und somit eine gesteigerte Produktqualität. Großes Potenzial sieht Engel sowohl für die Automobilindustrie als auch für andere Anwendungen, zum Beispiel im Bereich des technischen Spritzgusses.

Produktive Fertigungszelle für Faserverbundbauteile

Gemeinsam mit Schöfer (Schwertberg, Österreich) hat Engel eine seriennahe Fertigungszelle für die Herstellung thermoplastischer Faserverbundbauteile entwickelt. Repräsentativ für das breite Einsatzspektrum werden auf der Engel v-duo 1560/700 Maschine Schaufeln produziert. Die Schließeinheit ist für eine optimale Zugänglichkeit mit einem Schiebetisch ausgestattet, auf dem sich zwei Werkzeughälften befinden. Die vorgeformten, trockenen Verstärkungstextilien werden in die erste Kavität eingelegt und mit der reaktiven Matrix infiltriert. Dafür wird das feste ε‑Caprolactam im Reaktivaggregat aufgeschmolzen und dosiert. Dank der niedrigen Viskosität des Monomers im aufgeschmolzenen Zustand lassen sich die trockenen Fasern besonders gut benetzen. So bildet sich beim Polymerisieren zu Polyamid 6 ein stark belastbarer Verbund. Da die Reaktiv-Verarbeitung unterhalb der Schmelztemperatur des Polymers erfolgt, lässt sich das Verbundhalbzeug unmittelbar nach seiner Herstellung in die zweite Kavität umsetzen, wo es im Spritzguss funktionalisiert wird. Hierfür werden Verstärkungsrippen und Konturen aus kurzglasfaserverstärktem PA 6 angespritzt. Polymerisation und Spritzgießprozess finden parallel zueinander statt. Ein Engel viper 40 Doppelrobot übernimmt das Handling der Faser-Preforms und Fertigteile sowie das Umsetzen der Halbzeuge.

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