Konjunktur in Europa Wirtschaftsforschungsinstitute: Erst im Jahr 2011 geht es wieder aufwärts

Redakteur: Peter Steinmüller

In den nächsten beiden Jahren wird die Wirtschaft in im Euroraum stagnieren. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Konjunkturbericht der Euroframe-Gruppe europäischer Wirtschaftsforschungsinstitute. Zu den zehn beteiligten Einrichtungen gehören das DIW Berlin und das Institut für Weltwirtschaft (IFW) in Kiel.

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Der Prognose der Institute zufolge wird im nächsten Jahr das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum um 0,4% sinken. Während die Wirtschaft im Jahr 2010 nur gering um 0,5% wächst, dürfte sich erst im Jahr 2011 wieder ein deutlicher Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion zeigen. Dieser wird mit 1,6% aber immer noch unter der Rate des mittelfristigen Trendwachstums von 2% liegen.

Die Ökonomen prognostizieren auch ein Schrumpfen des BIP im nächsten Jahr in den USA, in Japan und im Vereinigten Königreich. Die Arbeitslosigkeit im Euroraum dürfte in den kommenden Jahren deutlich zunehmen, während sich die Situation der öffentlichen Haushalten erheblich verschlechtert. Die Arbeitslosigkeit im Euroraum wird dem Bericht zufolge in den kommenden Jahren deutlich zunehmen, während sich die Situation in den öffentlichen Haushalten erheblich verschlechtert.

Die Experten beschäftigten sich auch mit den Auswirkungen der Bankenkrise: Ohne die Ansteckung des Finanzsystems im Euroraum durch die US-Krise wäre das BIP im Euroraum 2009 vermutlich weiter mit einer Rate von etwa 1% gestiegen. Die Euroframe-Ökonomen betonen deshalb die Dringlichkeit koordinierter Maßnahmen zur Rekapitalisierung des Bankensektors in der EU und in den USA.

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