Suchen

Fraunhofer-Gesellschaft

Wissenschaftliche Exzellenz und Dynamik sind entscheidende Faktoren

| Redakteur: Udo Schnell

Prof. Reimund Neugebauer hat sein Amt als 10. Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft angetreten. Der international anerkannte Praktiker war Institutsleiter des Fraunhofer-IWU und Gründer des Instituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse IWP. MM Maschinenmarkt sprach mit ihm über seine Pläne für das neue Amt.

Firmen zum Thema

Seit 1. Oktober ist Prof. Reimund Neugebauer Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.
Seit 1. Oktober ist Prof. Reimund Neugebauer Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.
(Bild: Jörg Lange/Fraunhofer-IWU)

Herr Prof. Neugebauer, im Fokus Ihrer beruflichen Tätigkeit standen am Beginn Werkzeugmaschinen für die Umformtechnik. Jetzt verantworten Sie thematisch die gesamte angewandte Industrieforschung für die Fraunhofer-Gesellschaft. Wie fühlt sich das für Sie an?

Neugebauer: Mit Werkzeugmaschinen für die Umformtechnik habe ich mich vor mehr als 25 Jahren als junger Ingenieur in der Industrie befasst. Mein Arbeitsgebiet heute umfasst neben Methoden der virtuellen Realität zur Entwicklung von Werkzeugmaschinen und der Mechatronik auch die Adaptronik und Funktionsintegration über Kontinua sowie den Material-, Struktur- und Funktionsleichtbau. Angewendet werden diese Methoden in den Branchen Maschinenbau, Automobilbau, Medizintechnik und Luft- und Raumfahrt. Ich habe nachgerechnet und dabei 46 Institute der Fraunhofer-Gesellschaft gezählt, mit denen mein Institut in den letzten 20 Jahren Kooperationsprojekte und gemeinsame strategische Aktivitäten realisiert hat. Insofern ist die Mehrdimensionalität der inhaltlichen Verantwortung in meiner neuen Position für mich zweifelsfrei eine Herausforderung, aber Sie sehen auch, dass ich von einem durchaus nennenswerten Niveau der Interdisziplinarität aus starte.

Seit 1992 waren Sie Institutsleiter des Fraunhofer-IWU und haben dieses zu einem international führenden Partner der Automobil- und Maschinenbauindustrie entwickelt. Wie und durch wen wird diese Aufgabe jetzt fortgeführt?

Neugebauer: Sowohl ein Fraunhofer-Institut als auch ein Hochschulinstitut von der Größe, wie es das Fraunhofer-IWU und das IWP der TU Chemnitz erreicht haben, können Sie erfolgreich nur führen, wenn die Verantwortung auf vielen Schultern liegt. Es gibt in beiden Instituten hervorragende leitende Wissenschaftler, die sowohl in der Übergangszeit – die hoffentlich kurzfristig sein wird – diese Einrichtungen professionell leiten werden als auch in meiner dreigeteilten Nachfolge geeignet sind, im Auswahlwettbewerb zu bestehen.

Bildergalerie

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 35790490)