Fraunhofer-Institut ILT Wissenschaftspreis des Stifterverbandes für Laserplattform mit ultrakurzen Laserpulsen

Redakteur: Jürgen Schreier

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) in Aachen erhielt gemeinsam mit mehreren Verbundpartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft den Wissenschaftspreis 2012 des Stifterverbandes. Der Preis wurde am 8. Mai im Rahmen der Fraunhofer-Jahrestagung in Stuttgart für die hervorragende standort- und themenübergreifende Zusammenarbeit zum Thema Laserplattform zur Skalierung der Leistung ultrakurzer Laserpulse verliehen.

Das Entwicklerteam hat die mittlere Laserleistung von Ultrakurzpuls-Strahlquellen spürbar gesteigert.
Das Entwicklerteam hat die mittlere Laserleistung von Ultrakurzpuls-Strahlquellen spürbar gesteigert.
(Bild: Fraunhofer-Institut für Lasertechnik)

Pulst man Laserlicht und verkürzt die Pulsdauer immer weiter, arbeitet das Laserwerkzeug noch präziser. Außerdem erwärmt sich das bearbeitete Material weniger. Die genauere und schonendere Bearbeitung hochempfindlicher Materialien durch ultrakurze Laserpulse ist seit Jahren anerkannt. Bisher mangelte es aber häufig an Leistung.

Innoslabverstärker macht Ultakurzpulslaser leistungsfähiger

Die neu entwickelte Laserplattform löst dieses Problem mit dem Innoslabverstärker. Um eine Laserkristallplatte (Slab) gruppieren sich vier Spiegel. An den beiden gegenüberliegenden Seiten des Slabs tritt ein Pumpstrahl ein. Ultrakurze Laserpulse passieren durch wiederholtes Umlenken über die Spiegel mehrmals den Slab. Dabei wird jedes Mal Energie vom Pumpstrahl auf die Laserpulse übertragen, bis die gewünschte Leistung erreicht ist. Entwickelt wurde diese Plattform vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) in Aachen. Mit mehreren Verbundpartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft wurde sie weiter verfeinert.

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