Industrie 4.0 Wittenstein ist 100. RFID-Kanban-Kunde von Würth Industrie Service

Redakteur: Jürgen Schreier

Seit 2011 macht sich C-Teile-Spezialist Würth Industrie Service RFID-Kanban zu Nutze, um Bestände zu verwalten, Nachbestellungen automatisiert abzubilden und Bedarfsschwankungen frühzeitig zu identifizieren. Nun konnte der Antriebstechnikhersteller Wittenstein als 100. RFID-Kanban-Kunde begrüßt werden.

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CPS-RFID: Maximale Versorgungssicherheit im Kanban.
CPS-RFID: Maximale Versorgungssicherheit im Kanban.
(Bild: Würth Industrie Service)

Schneller, transparenter, sicherer – Radio Frequency Identification (RFID) hat sich zur Nachschubsteuerung für Produktionsmaterial in der produzierenden Industrie fest etabliert und ist zentraler Baustein innerhalb einer effizienten Wertschöpfungskette.

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Innerhalb industrieller Kanban-Systeme hat sich der C-Teile-Systempartner Würth Industrie Service, Bad Mergentheim, seit 2011 diese Technologie zu Nutze gemacht, um Bestände schlank zu verwalten, Nachbestellungen automatisiert abzubilden und Bedarfsschwankungen frühzeitig zu identifizieren. Nun hat Würth Industrie Service hat am 7. Mai 2014 im Rahmen des Kundentages die Wittenstein AG feierlich als 100. RFID-Kanban-Kunden in der Bad Mergentheimer Wandelhalle geehrt.

Zusammenarbeit von Wittenstein und Würth begann vor 15 Jahren

Prof. Dr.-Ing. Dieter Spath, Vorstandsvorsitzender der Wittenstein AG, nahm nach seinem Vortrag zum Thema Industrie 4.0 beim Kundentag der Würth Industrie Service die Urkunde offiziell von Christian Schorndorfer, Geschäftsleitung der Würth Industrie Service, entgegen.

Vor 15 Jahren begann die gemeinsame Erfolgsgeschichte der beiden tauberfränkischen Unternehmen. Peter Lesch, Leiter Produktion Mechanische Systeme der Wittenstein AG, erinnert sich an die Anfänge: „Wir haben damals noch selbst die Schraubenpäckchen eingeräumt und die Bestellungen per Fax versendet. Von einer automatisierten Versorgung mit C-Teilen wie heute konnten wir nur träumen.“

Eine Automatisierung kam durch das klassische Zwei-Behälter-Kanban zur Produktionsversorgung. Per Handscanner werden durch einen Systembetreuer der Würth Industrie Service die Leerbehälter erfasst und die Nachbestellung der C-Teile per DFÜ im Warenwirtschaftssystem angestoßen.

Heute kommt der intelligente Regalboden I-Shelf zum Einsatz

Heute setzt der Hersteller mechanischer Antriebs- und Getriebetechnik so auf ein RFID-gestütztes Kanban-System der Würth Industrie Service: den intelligenten Regalboden I-Shelf. „Durch das I-Shelf sinkt der Aufwand für die Koordination unserer C-Teile enorm, da sämtliche Bestellungen automatisiert ablaufen und kurzfristige Bedarfsschwankungen an der Linie sicher ausgeglichen werden.“, erläutert Gerold Raubacher, Leiter Logistikplanung Mechanik der Wittenstein AG, „das ist ein wertvoller Beitrag bei der Realisierung einzelner Aspekte des Themas Industrie 4.0 in unserer Produktion und damit in unserer täglichen Praxis.“

Gerade mit Blick auf das fertiggestellte neue Produktionsgebäude in Igersheim-Harthausen – die Wittenstein Innovationsfabrik – ist der intelligente Regalboden ein Baustein auf dem Weg zur „Fabrik der Zukunft“.

An sechs unterschiedlichen Lagerorten sind bei Wittenstein derzeit über 350 Artikel in über 1000 Behältern aktiv eingesetzt. Einer dieser Lagerorte wurde mit dem I-Shelf ausgestattet. Dieser intelligente, RFID-gestützte Fachboden erkennt selbständig den Leerbehälter und meldet den Bedarf an C-Teilen von Wittenstein kabellos per RFID an die Würth Industrie Service.

RFID-Kanban gibt es in sechs Variationen

„Die Mitarbeiter von Wittenstein müssen dabei nur den leeren Behälter auf den Regalboden stellen. Dieser löst dann automatisch die Bestellung aus – ohne manuelle Erfassung und weiteres Zutun. Kurze Zeit später liefern wir die neuen Teile und ein Mitarbeiter von uns räumt den Behälter just-in-time ins Regal.“, so Michael Wiesner, Leiter Division Kanban Sonderprojekte der Würth Industrie Service. „Wir setzen Systeme mit passiven RFID-Transpondern an. Der so genannte RFID-Tag, ein einfacher Datenträger, dient als Grundlage für jede Datenübertragung und speichert alle Daten wie Behältertyp, Artikelnummer, Bezeichnung, Füllmenge und Charge.“

Bereits seit 2011 setzt die Würth Industrie Service in sechs unterschiedlichen Variationen diese Technologie ein. Zur CPS-RFID-Systemfamilie zählen neben dem intelligenten Fachboden I-Shelf, die intelligenten Palettenboxen I-Box und I-Box-Flex sowie der intelligente Briefkasten I-Dropbox. Daneben runden die standardisierten Lösungen I-iPush, I-Turn, I-iRotate, I-Weight und I-Skid das RFID-Portfolio ab. Mehr als 600 RFID-Kanban-Systeme, über 100.000 aktiv eingesetzte RFID-Kanban-Behälter und nunmehr über 100 überzeugte Kunden spiegeln die starke Nachfrage auf dem Markt wider.

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Kamera-Modul überwacht Bestand im Behälter und löst Bestellung aus

RFID-Kanban ist aus der Industrie nicht mehr wegzudenken. Doch immer speziellere Anforderungen an eine hochflexible Fertigungslinie und die zunehmende Digitalisierung erfordern durchdachte und innovative C-Teile-Lösungen, die ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit bieten können. Der neue I-Bin, der von der Würth Industrie Service und der Würth Elektronik ICS entwickelt wurde, setzt daher als eines der ersten funktionierenden Cyber Physcial Systems laut Würth völlig neue Maßstäbe in der Materialwirtschaft:

Das intelligente Kamera-Modul überwacht eigenständig den Bestand im Behälterinneren, verfügt über eine Zählfunktion und löst vollautomatisch eine Bestellung in Echtzeit aus. Egal ob sich der Behälter an der Produktionslinie oder im Regal befindet, die C-Teile-Versorgung ist jetzt jederzeit sichergestellt.

Schneller, transparenter und sicherer – In der Fabrik der Zukunft ist dies wichtiger denn je und künftig werden diese Systeme eigenständig mit dem Lieferanten kommunizieren.

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