Zerspanungswerkzeuge – ein Trendbericht Zerspanungswerkzeug-Hersteller im Spagat zwischen heute und morgen

Autor / Redakteur: Thomas Götz und Andreas Gebhardt / Peter Königsreuther

Zwei Experten vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA analysieren hier ausführlichst die aktuelle Situation, in der sich die deutschen Zerspanungswerkzeug-Hersteller befinden und die Herausforderungen, denen sie sich zukünftig stellen müssen – von der Marktsituation bis zur Rohstoffversorgung.

Firmen zum Thema

Auch 2018 konnte die deutsche Zerspanungswerkzeug-Branche an die guten Ergebnisse des Vorjahres anknüpfen (Auszug - siehe Bildergalerie für das komplette Diagramm). Von den 10 wichtigsten Exportmärkten mussten nur auf dem chinesischen Markt Umsatzeinbußen hingenommen werden, während auf den übrigen Märkten die Umsatzzuwächse teilweise zweistellig ausfielen.
Auch 2018 konnte die deutsche Zerspanungswerkzeug-Branche an die guten Ergebnisse des Vorjahres anknüpfen (Auszug - siehe Bildergalerie für das komplette Diagramm). Von den 10 wichtigsten Exportmärkten mussten nur auf dem chinesischen Markt Umsatzeinbußen hingenommen werden, während auf den übrigen Märkten die Umsatzzuwächse teilweise zweistellig ausfielen.
(Bild: VDMA-Jahrespressekonferenz 2019)

Ohne Präzisionswerkzeuge ist eine moderne Fertigung nicht denkbar. Als Treiber für die spanende Fertigungsindustrie sichern Zerspanungswerkzeug-Hersteller die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche und entwickeln Konzepte und Lösungen für die Trends von morgen. Welchen innovativen Trends und zukünftigen Herausforderungen sich die Zerspanungswerkzeug-Hersteller stellen müssen, wurde auf dem Innovationsforum Zerspanungswerkzeuge, das im Rahmen der AMB vom 17. bis 18. September 2018 in Stuttgart stattfand, thematisiert. Das vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA organisierte und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forum bot den beteiligten Unternehmen eine Reihe von Veranstaltungen an, um auf diesem Wege die Bildung eines interdisziplinären Netzwerks zu initiieren und damit die Umsetzung neuer Technologien in den Zukunftsfeldern zu erleichtern. MM Maschinenmarkt wird im Rahmen einer Veröffentlichungsreihe branchenrelevante Themenschwerpunkte präsentieren. Die Reihe wird eröffnet mit der nachfolgenden Branchenanalyse.

Die Umsätze in der Zerspanungswerkzeug-Branche wachsen

Zu Beginn des Jahres 2019 verkündete Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbandes Präzisionswerkzeuge des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V. (VDMA) anlässlich der Jahrespressekonferenz in Frankfurt für die Gesamtbranche einen Umsatz von über 11,5 Mrd. Euro für das Geschäftsjahr 2018. Dies entspricht kumuliert für die Bereiche Werkzeugbau, Spannzeuge sowie Zerspanungswerkzeuge einem Umsatzplus von 8 %. Für die Teilbranche der Zerspanungswerkzeug-Hersteller habe sich neben der steigenden Inlandsnachfrage um 6 % vor allem der Export mit einem Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr als Treiber des Auftragswachstums erwiesen. Im Vergleich zum bereits starken Vorjahr konnten die Zerspanungswerkzeug-Hersteller insbesondere auf dem amerikanischen Markt weiter an Exportstärke gewinnen. Mit einem Anstieg um rund 8 % erzielte die Branche in den USA einen Umsatz von 264 Mio. Euro, wodurch die schwächere Nachfrage auf dem chinesischen Markt, die mit 210 Mio. Euro um 4 % unter den Exportwerten von 2017 lag, kompensiert werden konnte. Robust erwies sich zudem der europäische Gesamtmarkt, auf dem sich vor allem die Nachbarländer Italien, Schweiz, Frankreich und Österreich sowie einige osteuropäische Märkte wie Polen und Tschechien deutlich nachfragefreudiger nach deutschen Zerspanungswerkzeugen zeigten. Bezogen auf die 10 wichtigsten Exportmärkte stagnierte lediglich die Nachfrage aus dem Vereinigten Königreich. Insgesamt stiegen die Exporte in die EU-Partnerländer um rund 11 %.

Im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2019 prognostiziert der VDMA für Zerspanungswerkzeuge eine stabile Auftragsentwicklung auf dem Niveau des Vorjahrs mit einem leichten Umsatzwachstum. Dabei wird vor allem dem amerikanischen Markt weitere Wachstumschancen eingeräumt [VDMA 2019].

Bildergalerie

Rückenwind vor allem durch Auto- und Maschinenbau

Die beiden großen Abnehmerbranchen für die Zerspanungswerkzeuge sind traditionell der Maschinenbau sowie die Automobilindustrie. Während im Geschäftsjahr 2018 die Umsätze im Maschinenbau von der Branche weitgehend konstant bis stärker bewertet wurden, zeigte sich die Umsatzentwicklung in der Schlüsselbranche der Automobilindustrie zweigeteilt. Stagnierte die Pkw-Produktion auf den ausländischen Märkten, verzeichnete die einheimische Produktion einen Rückgang um 9 % [VDA 2019, VDMA 2019]. Die deutlich geringeren Stückzahlen führten zu signifikanten Umsatzrückgängen, die teilweise durch anlaufende Neuprojekte im Bereich der Hybridisierung und Elektrifizierung der Antriebsstränge aufgefangen werden konnten. In diesem Segment führte der wachsende Bedarf an neuen Werkzeugkonzepten für die alternativen Antriebslösungen zu Umsatzsteigerungen [GUT 2018, VDMA 2019]. Daneben werden Zerspanungswerkzeuge in praktisch allen Industriezweigen eingesetzt wie in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, in der optischen Industrie, der Feinmechanik sowie der Photovoltaikindustrie. Dort müssen die Werkzeuge den jeweiligen Anforderungen an Funktionalität, Präzision, Sicherheit und Robustheit genügen und sehen sich angesichts der Ausweitung etablierter Einsatzfelder und der Diversifizierung in neue Anwendungsgebiete zunehmend in Konkurrenz zu alternativen Bearbeitungstechniken, wie beispielsweise der Laserbearbeitung [HEI 2014].

Fachkräftemangel als drohende Wachstumsbremse

Die Branche der Zerspanungswerkzeug-Herstellung ist in Deutschland weitgehend klein- und mittelständisch geprägt. Kernregionen der Zerspanungswerkzeug-Herstellung sind Baden-Württemberg, Bayern sowie die Region Bergisches Land in Nordrhein-Westfalen. Seit 2009 ist die Anzahl der Hersteller relativ konstant geblieben [STAT 2018]. Der Wachstumsschub im Geschäftsjahr 2018 sorgte für einen zusätzlichen Bedarf an Fachkräften, verschärfte jedoch auch den Fachkräftemangel. So konnten etwa drei von vier Unternehmen den Personalbestand erhöhen, während die anderen Unternehmen die Stellenzahl weitgehend konstant hielten. Nur bei einem geringfügigen Anteil der Betriebe wurde ein Beschäftigtenrückgang verzeichnet. Aktuell beschäftigt die Teilbranche etwa 35.000 Mitarbeiter. Aufgrund des spürbaren Fachkräftemangels wird von den Betrieben ein weiterer Personalaufbau eher skeptisch gesehen, da sich die Gewinnung von Nachwuchskräften für die Unternehmen als schwierig erweist. Dies macht es für viele Betriebe erforderlich, die eigenen Mitarbeiter im Hinblick auf neue Herausforderungen betriebsintern zu qualifizieren. Da die Betriebe mit den vorhandenen Arbeitskräften auskommen müssen, können für die Belegschaften Überstunden erforderlich werden [VDMA 2019].

Das sind die branchenbewegenden Trends:

Für die spanende Bearbeitung sind Hartmetalle gegenwärtig die dominierenden Schneidstoffe, die mit Metallkarbiden wie Tantal-, Titan- und Wolframcarbid als Härteträger und einem die Zähigkeit bestimmenden Bindemetall, üblicherweise Kobalt, Nickel oder Molybdän hergestellt werden [COR 2013].

Für die deutsche Zerspanungswerkzeug-Herstellung kommt daher der sicheren Rohstoffversorgung eine besondere Bedeutung zu. Laut der Rohstoffliste der deutschen Rohstoffagentur [DERA 2016] sind die Hartmetalle der Risikogruppe 3 zuzurechnen, die knapp und selten sind und durch die Monopolstellung der einzelnen Anbieter potentiell hohe Preis- und Lieferrisiken aufweisen. Die Hauptvorkommen dieser Metalle finden sich einerseits in politisch unsicheren Ländern wie Ruanda oder aber in China, das über 80 % des internationalen Wolfram-Marktes kontrolliert und die Ausfuhr des strategischen Metalls drosselt [MAY 2010], um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der internationalen Konkurrenz zu gewinnen. Der Preis des hauptsächlich zur Härtung von Werkzeugen und zur Herstellung robuster Legierungen verwendeten Metalls hat im Jahr 2018 einen Höchststand von 352 USD/MTU erzielt [BÖR 2018].

Eine vergleichbare Preisentwicklung ist auch für das Bindermetall Kobalt zu beobachten, das eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Superlegierungen, Hartmetallen und Magneten einnimmt. Mittlerweile werden bereits 40 % der globalen Kobaltproduktion für die Herstellung von Lithium-Ionen verwendet. Mit wachsender Elektromobilität werden die Kobaltbedarfe noch zunehmen. Die steigende Kobaltnachfrage hat in den letzten 24 Monaten zu einer Vervierfachung des Preises auf 90.000 USD/t geführt [DERA 2018].

Um den Technologiestandort Deutschland zu sichern und sich unabhängiger von den Rohstoffmärkten zu machen, müssen langfristig Ausweichstrategien entwickelt werden, die die Rohstoffnachfrage diversifizieren [IWD 2017]. Für die Zerspaner sind steigende Rohstoffpreise zwar ein Problem, doch ergeben sich Einsparpotenziale als Folge von Effizienzsteigerungen durch optimal ausgelegte Werkzeugkonzepte.

Verschiebungen durch die Elektromobilität

Die Zukunft der Mobilität stellt die Zerspanungsindustrie vor tiefgreifende Disruptionen. In Abhängigkeit von den unterschiedlichen Konzeptlösungen werden sich die Zerspanungshauptzeiten bei der Produktion alternativer Antriebsstränge im Vergleich zur Fertigung konventioneller Antriebe deutlich verringern. Zwar erhöhen sich im Fall des (Plug-In-)Hybridantriebs die Zerspanungsanteile um etwa 24 % gegenüber einem Verbrennungskraftmotor (VKM), da neben dem elektrischen Antrieb auch ein Verbrennungsmotor verbaut wird, gleichzeitig können sich die Zerspanungszeiten durch den Trend in Richtung Downsizing wieder auf das Niveau des konventionellen VKM-Antriebs reduzieren. Beim reinen Elektroauto verringert sich die Zerspanleistung für den Antriebsstrang gravierend, da viele Komponenten des konventionellen Antriebstrangs entfallen und lediglich Zerspanungsarbeiten am Elektromotor und Getriebe anfallen. Dies führt zu einer Reduzierung der Zerspanungshauptzeiten von über 72 % [ABE 2009].

Die Folgen der Mobilitätskonzepte für die Zerspanungswerkzeug-Branche beleuchtet die VDMA-Studie „Antrieb im Wandel“. Die Studie entwirft Marktszenarien für zukünftige Antriebskonzepte für Autos, Nutzfahrzeuge und mobile Maschinen auf den Schlüsselmärkten Nordamerika, Europa und Asien bis ins Jahr 2030, um daraus Schlussfolgerungen für die benötigten Komponenten und Anforderungen an die Fertigungsprozesse zu ziehen. Auch zeigt sie, dass sich Hybridisierung und Elektrifizierung auf den Schlüsselmärkten durchsetzen werden. Solange jedoch signifikante Verbesserungen in den Bereichen Batterietechnik und Infrastruktur ausbleiben, wird sich die Marktdurchdringung mit reinen Elektrofahrzeugen hinauszögern. Diese Trends belegt die VDMA-Studie, die bis 2030 einen Anstieg produzierter Fahrzeuge von gegenwärtig 93 Millionen auf 120 Millionen prognostiziert, wobei der VKM erst zwischen 2025 und 2030 ein Maximum von 100 Millionen erreichen wird. Während in diesem Zeitraum die Anzahl verkaufter Verbrennungsmotoren auf den Schlüsselmärkten um 10 % gegenüber 2016 zurückgehen wird, wird für die weniger reifen Märkte ein Absatzwachstum von rund 12 % erwartet. Auch in anderen Anwendungen wie bei schweren Nutzfahrzeugen ist der Verbrenner momentan ohne Alternative [VDMA 2018]. Dennoch werden die Antriebsalternativen wie Downsizing beim Verbrennungsmotor, Hybrid oder voll elektrifiziert zu neuer Marktdynamik und Neuausrichtung der auf Automotive fokussierten Unternehmen der Zerspanungsbranche führen.

Wertschöpfungshoffnung Digitalisierung

Im Zuge der Digitalisierung, also der Erfassung und Nutzung von Daten, reihen sich Präzisionswerkzeuge in die vernetzte Fertigung ein und werden zum Schlüssel für künftige Effizienzsteigerungen und neue Geschäftsmodelle. Die Zerspanungswerkzeuge bestehen zukünftig aus Hardware, zugehörigen Daten sowie Services. Im Einstellraum werden heute bereits viele Daten erhoben, die es zu analysieren und weiterzuleiten gilt. Darüber hinaus muss das Werkzeug selbst intelligent gemacht werden. Im Konzept der vernetzten Fertigung weiß das Werkzeug in Zukunft selbst, wo es sich befindet, welche Länge es hat und wer es zuletzt verwendet hat. Das Werkzeug teilt alle relevanten Informationen, die sonst über viele Schnittstellen zustande kommen und häufig manuelles Eingreifen erfordern, anderen Bereichen mit. Zudem können durch Sensoren in Echtzeit Daten über Prozesskräfte erhoben und der Zustand des Werkzeugs transparent gemacht werden. So kann auf Veränderungen des Werkzeugs reagiert werden, noch bevor Materialfehler oder Verschleiß zu Schäden und Ausschuss führen [m+w 2016]. In Verbindung mit Digitalisierung und Automatisierung bestehen viele neue Wertschöpfungsmöglichkeiten. Bei Verfügbarkeit aller Daten kann bei Nutzung eines bestimmten Werkzeugs eine Pay-per-Use-Abrechnung angeboten werden, bei der der Kunde pro Einsatz eines Werkzeugs zur Herstellung eines Produkts eine Gebühr bezahlt, wobei sogar zentimetergenau nach Schnittweg oder Bohrtiefe abgerechnet werden kann [GRO 2017].

Hemmnisse für eine fortschreitende Digitalisierung liegen vor allem noch im Fehlen standardisierter und herstellerübergreifender Schnittstellen zur Vernetzung der einzelnen Komponenten des Gesamtsystems, im Idealfall auch unternehmensübergreifend. Zudem besteht bei vielen Unternehmen Skepsis ungeachtet der offensichtlichen Vorteile, die mit der Digitalisierung der Prozesskette einhergehen. Dies betrifft vor allem Fragen der Datensicherheit, da Betriebe die Gefährdung des eigenen Know-hows befürchten. Trotz aller Bedenken muss sich die Branche jedoch im Klaren sein, dass die Digitalisierung für die Zerspanungsindustrie die Grundlage bildet, um in Zukunft ressourcenschonend, flexibel und produktiv Maschinen betreiben zu können [W+B 2018].

Additive Verfahren bereichern die Szene

Für die industrielle Fertigung stellen die konstruktiven Gestaltungsmöglichkeiten der additiven Fertigung ein enormes Potential dar. Im Hinblick auf die Zerspanungswerkzeug-Branche sind dabei zwei Richtungen zu betrachten: Potentiale additiv gefertigter Zerspanungswerkzeuge einerseits sowie Risiken der Substitution spanender Fertigung durch additive Verfahren. Welche Herausforderungen sich für die Zerspanungswerkzeug-Branche ergeben, zeigt die vom Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) in Auftrag gegebene Studie „Additive Manufacturing – Potenziale und Risiken aus dem Blickwinkel der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie“. Hinsichtlich des technologischen Fortschritts, der verwendeten Materialien sowie entsprechender Einsatzgebiete ist das für die Zerspanungswerkzeug-Branche wichtigste Ergebnis der Untersuchung, dass trotz Zuwachsraten von 40 % für additive Verfahren in den kommenden Jahren weniger als 1 % der bestehenden zerspanenden Technologien durch additive Verfahren verdrängt werden. Damit wird es in naher Zukunft zu keinen gravierenden Veränderungen für die Branche kommen. Hindernisse für eine größere Marktdurchdringung liegen insbesondere in den Kosten, der Bearbeitungszeit sowie der notwendigen spanenden Nachbearbeitung additiv gefertigter Bauteile [BEC 2016, VDMA 2019]. Additive Verfahren finden daher derzeit vorzugsweise für Prototypen, kleine Losgrößen und die individualisierte Anfertigung komplexer Bauteile Anwendung.

Eine ausführliche Darstellung der Potentiale, die die Additive Fertigung für die Herstellung von Zerspanungswerkzeugen bietet, erfolgt in einem weiteren Beitrag zum Thema „Neue Fertigungstechnologien für Zerspanungswerkzeuge“, der demnächst im Umfeld des Fachmediums MM Maschinenmarkt publiziert werden wird.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

Die deutsche Zerspanungsindustrie konnte nach wirtschaftlichen Einbußen in den Krisenjahren 2009/2010 im Geschäftsjahr 2018 erneut deutliche Umsatzsteigerungen erwirtschaften und ihre Spitzenposition auf den Weltmärkten behaupten. Dennoch sieht sich die Branche großen Herausforderungen gegenübergestellt, die unter anderem aufgrund von Veränderungen in der industriellen Fertigung durch Elektromobilität, Digitalisierung und additiver Fertigung ausgelöst werden. Ein Blick auf die führenden Unternehmen zeigt, dass diese Veränderungen aber nicht zu einer Disruption der Branche geführt haben. Die Hersteller von Zerspanungswerkzeugen agieren vielmehr innovativ und flexibel am Markt und begreifen die Herausforderungen der neuen Technologien als Chance, die Technologieführerschaft der deutschen Zerspanungsindustrie im globalen Wettbewerb zu sichern.

Danksagung:

Das „Innovationsforum Zerspanungswerkzeuge – Neue Technologien für neue Herausforderungen“ des Fraunhofer IPA wurde im Rahmen der „Innovationsforen Mittelstand“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Autoren danken dem BMBF für die gewährte Förderung und allen beteiligten Unternehmen für die Unterstützung.

Literatur:

  • [ABE 2009] Abele, Eberhard; Hohenstein, Julien; Pfeiffer, Patrick; Wihl, Eric von, 2009. Wandel im Pkw-Antriebsstrang: Auswirkungen auf Produktionskonzepte. Maschinenbau + Metallbearbeitung, S. 12–16. Verfügbar unter: https://www.werkzeug-neu.de/downloads/Maschinenbau_Metallbearbeitung_PTW_Eric_von_Wihl.pdf
  • [BEC 2016] Becker, Sylke, 2016. Revolution in der Metallbearbeitung durch Additive Manufacturing bleibt vorerst aus.Verfügbar unter: https://wzm.vdma.org/documents/106072/17065694/1494505333949_pm_am_studie_2016-02-23.pdf/f0ed6810-f289-4b01-8fca-f16f2ada4dd7
  • [BÖR 2018] örsennews.de, 2018. Wolframpreis. Verfügbar unter: https://www.boersennewsde/markt/rohstoffe/wolframpreis/8355062/technical
  • [COR 2013] Cordes, Susanne Eva, 2013. Tribomechanik beschichteter Zerspanungswerkzeuge.
  • 1. Aufl. s.l. : Apprimus Wissenschaftsverlag. ISBN 978-3-86359-096-3. Verfügbar unter: http://gbv.eblib.com/patron/FullRecord.aspx?p=1189083
  • [DERA 2016] DERA, 2016. DERA-Rohstoffliste 2016. Verfügbar unter: https://www.bgr.bund.de/DERA/DE/Downloads/rohstoffliste-2016-zusammenfassung.pdf?__blob=publicationFile&v=4
  • [DERA 2018] DERA, 2018. Chart des Monats, Juni 2018: Neue DERA Rohstoffrisikobewertung – Kobalt.Verfügbar unter: https://www.deutscher-rohstoffeffizienz-preis.de/DERA/DE/Downloads/DERA%202018_cdm_06_Rohstoffrisikobewertung_Kobalt.pdf?__blob=publicationFile&v=4
  • [GRO 2017] Groß, 2017. Pay-per-use - Disruptives Geschäftsmodell für den Anlagen- und Maschinenbau?
  • Verfügbar unter: http://hoganlovells-blog.de/2017/09/21/pay-per-use-disruptives-geschaeftsmodell-fuer-den-anlagen-und-maschinenbau/
  • [GUT 2018] Gutmayr, 2018. Umsatz-Ranking 2017 der Präzisionswerkzeuge Hersteller. Verfügbar unter: https://www.fertigung.de/tools-more/rangliste-praesizionswerkzeuge/umsatz-ranking-2017-der-praezisionswerkzeuge-hersteller-271.html
  • [HEI 2014] Heisel, Uwe, 2014. Handbuch Spanen. 2., vollst. neu bearb. Aufl. München : Hanser. Ed. Handbuch der Fertigungstechnik. ISBN 978-3-446-42826-3. Verfügbar unter: http://dx.doi.org/10.3139/9783446436992DOI: 10.3139/9783446436992
  • [IWD 2017] iwd Institut der deutschen Wirtschaft, 2017. Seltene Erden: Auf der Suche nach Alternativen.Verfügbar unter: https://www.iwd.de/artikel/seltene-erden-auf-der-suche-nach-alternativen-350939/ [m+w 2016] maschine+werkzeug, 2016. Fit für Industrie 4.0. Verfügbar unter: https://www.maschinewerkzeug.de/werkzeuge/uebersicht/artikel/fit-fuer-industrie-4-0-1314991.html
  • [MAY 2010] Mayer-Kuckuk, Finn, 2010. Seltene Erden: China verknappt Rohstoffe der Zukunft 2010. Verfügbar unter: https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/seltene-erden-china-verknappt-rohstoffe-der-zukunft/3537418.html
  • [STAT 2018] Statistisches Bundesamt, 2018. Herstellung von auswechselbaren Werkzeugen für die Metallbearbeitung; Sägen und Maschinenwerkzeugen für die Holzbearbeitung.
  • [USGS 2018] U.S. Geological Survey, 2018. Mineral Commodity Summaries 2018. Verfügbar unter: https://minerals.usgs.gov/minerals/pubs/mcs/2018/mcs2018.pdf
  • [VDA 2019] VDA, 2019. Zahlen und Daten. Verfügbar unter: https://www.vda.de/de/services/zahlen-und-daten.html
  • [VDMA 2018] VDMA, 2018. Antrieb im Wandel: Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs von Fahrzeugen und ihre Auswirkung auf den Maschinen- und Anlagenbau und die Zulieferindustrie.
  • [VDMA 2019] VDMA, 2019. Präzisionswerkzeuge: Statements anlässlich der Jahrespressekonferenz des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA am 16. Januar 2019 in Frankfurt/Main. Verfügbar unter: https://pwz.vdma.org/documents/105957/28593300/PK%202019-01-16_Statement_1548163440958.pdf/9e798fcb-ecfe-0631-9b0d-0f44e1e408b0
  • [W+B 2018] Werkstatt + Betrieb, 2018. AMB 2018: Digitalisierung in der Zerspanung: Werkzeuge, Spannmittel und Werkstücke kommunizieren. Verfügbar unter: https://www.werkstatt-betrieb.de/news/markt-und-wirtschaft/artikel/amb-2018-digitalisierung-in-der-zerspanung-6651327.html

(ID:45906218)