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Antriebstechnik

Ziehl-Abegg wächst aus eigener Kraft um 8,1 %

| Redakteur: Stefanie Michel

Der Aufzugsmotor ZA-Top ist ein Umsatztreiber der Antriebssparte von Ziehl-Abegg.
Der Aufzugsmotor ZA-Top ist ein Umsatztreiber der Antriebssparte von Ziehl-Abegg. (Bild: Ziehl-Abegg)

Der Motoren- und Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg ist 2018 um 8,1 % auf 584 Mio. Euro gewachsen (vorläufige Zahlen). Die Umsatzzahlen wurden maßgeblich durch das starke Wachstum des Ventilatorengeschäfts in der Lufttechniksparte getrieben.

Ziehl-Abegg konnte erneut überdurchschnittlich gewachsen und seinen Umsatz von 540 auf 584 Mio. Euro steigern – ganz ohne Zukäufe sondern aus eigener Kraft. „Wir spüren zwei Effekte: In aufstrebenden Ländern kommen die Impulse aus Neubauten, in Ländern wie Deutschland verlagert sich der Umsatz in die Sanierung und Verbesserung bestehender Anlagen in Altbauten“, sagt Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl. Dies gelte sowohl für die Lufttechnik wie für die Antriebstechnik. In der Antriebstechnik ist der Umsatztreiber der Aufzugsantrieb ZA-Top.

Ein Meilenstein in der Firmengeschichte ist der Start einer eigenen Kunststofffertigung im Gewerbepark Hohenlohe in Künzelsau. Mit hochkomplexen Werkzeuge lassen sich aufwendige Geometrien bei Kunststoffventilatoren erzeugen. „Dadurch können wir noch besser Erkenntnisse aus der Natur auf unsere Produkte übertragen“, erklärt Fenkl die bionischen Ansätze. „Die Bionik hilft uns, die CO2-Bilanz unserer Produkte noch weiter zu verbessern“, so Fenkl. Ein Vorteil für die Kunden sei, dass Ziehl-Abegg inhouse drei Technologien – Stahl, Aluminium und Kunststoff – anbietet.

Radnabenantrieb für Stadtbusse: Neue Generation

Die Zeichen für den Verkauf des elektrischen Radnabenantriebs für Stadtbusse, ZA-Wheel, sind positiv. Allerdings blieb die Dynamik im abgelaufenen Jahr hinter den Erwartungen zurück. „Die neue Generation mit zwei Leistungsstufen und einem integrierten Steuerungsmodul wird allerdings so positiv im Markt angenommen, dass wir unsere Planung für 2019 nach oben korrigiert haben.“ Aushängeschilder sind Doppeldeckerbusse, die für Stadtrundfahrten in Paris, London, Amsterdam oder Berlin eingesetzt werden.

Die im September auf der IAA Nutzfahrzeuge vorgestellte Einzelradaufhängung für den getriebelosen Elektromotor ZA-Wheel hat die Anwendung auch für andere Nutzfahrzeuge sehr interessant gemacht. „Die zeitlichen Vorläufe im Automotive-Bereich sind anders als im klassischen Maschinenbau“, streckt Fenkl mögliche Umsatzauswirkungen. Das Interesse bekannter Nutzfahrzeughersteller war jedenfalls beachtlich.

Mitarbeiterzahl steigt weltweit von 3900 auf 4100

Da Ziehl-Abegg weltweit eine große Fertigungskompetenz und -tiefe aufweist, hat sich das Umsatzwachstum auch auf die Zahl der Beschäftigten ausgewirkt. „Wir sind in Deutschland um 50 auf 2250 Mitarbeiter gewachsen“, freut sich der Vorstandschef. Weltweit arbeiten nun 4100 Menschen für Ziehl-Abegg (Vorjahr: 3900).

Um auch künftig qualifizierte Mitarbeiter an Bord zu haben, hat Ziehl-Abegg die duale Ausbildung weiter internationalisiert: Nun wird sowohl in Ungarn, Spanien, Brasilien und auch in den USA dual ausgebildet. In Deutschland ist Ziehl-Abegg im vergangenen Jahr bei einer bundesweiten Studie als bestes Ausbildungsunternehmen der Elektroindustrie ausgezeichnet worden.

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