Fakuma 2015 Zielgerade auf dem Weg in die Industrie 4.0

Redakteur: Peter Königsreuther

Auch auf der Fakuma spielt das Thema Smart Factory, oder besser Industrie 4.0, bei vielen Kunststoffverarbeitern eine große Rolle. Wittmann Battenfeld zeigt deshalb die neuesten Ideen zu diesem Thema: Halle B1 am Stand 1204.

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Mit Wittmann 4.0 präsentiert die Wittmann Gruppe auf der Fakuma 2015 ihre Vision, wie die Smart Factory bei Kunststoffverarbeitern erreicht werden kann: Die Spritzgießmaschine wird dabei das Herz der Vernetzung sein.
Mit Wittmann 4.0 präsentiert die Wittmann Gruppe auf der Fakuma 2015 ihre Vision, wie die Smart Factory bei Kunststoffverarbeitern erreicht werden kann: Die Spritzgießmaschine wird dabei das Herz der Vernetzung sein.
(Bild: Wittmann Gruppe)

Vernetzung ist für die Wittmann Gruppe seit der Übernahme der Battenfeld Kunststofftechnik im Jahre 2008 ein wichtiges Thema, wie es heißt. Bereits im Übernahmejahr wurde die Integration des Wittmann-Roboters in die Maschinensteuerung Unilog realisiert. Nach erfolgreicher Integration der Roboter, begann die Wittmann Gruppe sukzessive mit der Integration von Peripheriegeräten, so der Aussteller. Auf der Fakuma 2014 konnte neben der Robotintegration auch schon die Integration von Temperiergeräten vorgestellt werden. Ende des Jahres folgten der Durchflussregler Flowcon sowie das gravimetrische Dosiergerät Gravimax, deren Einbindung erstmals auf der NPE in Orlando gezeigt wurde.

Kein Schritt wird ausgeschlossen

So könnten über die Steuerung B6P sowohl Maschinen als auch angeschlossene Roboter und Peripheriegeräte über die einheitliche Windows-Oberfläche verbunden und bedient werden, was eine Interaktion zwischen den einzelnen Geräten ermögliche. Der gesamte Verarbeitungsprozess, von der Materialzuführung und -mischung, der Temperierung, der Automatisierung und dem Spritzgießen kann laut Wittmann Battenfeld damit optimal abgestimmt und nachvollzogen werden. Ebenso sei es möglich, alle Einstellungen, Automatisierungsabläufe und Rezepte zentral im Werkzeugkatalog abzuspeichern und von dort im Falle eines Werkzeugwechsels an die richtigen Geräte zu verteilen. Dadurch könnten Rüstzeiten und die daraus entstehenden Kosten deutlich reduziert werden. Ebenso wichtig ist die zentrale Sammlung von Fehlermeldungen und Zuständen aller mit Wittmann 4.0 zusammengeschlossenen Geräte.

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Spritzgießmaschine ist Schaltzentrale

Mit Wittmann 4.0 wird die Spritzgießmaschine zur Schaltzentrale für Roboter, Peripheriegeräte als auch übergeordnete Systeme wie das MES-System „authentig“ von T.I.G. Gemäß dem Motto „Plug and Produce“ ermöglicht Wittmann 4.0 ein dynamisches An- und Abstecken der genannten Geräte auch während des Betriebs der Anlage. Durch die Möglichkeit, alles aus einer Hand zu liefern, wie sie in der Wittmann Gruppe gegeben ist, biete man bei der Umsetzung seiner 4.0-Lösung einen eindeutigen Vorteil.

Ergänzend zu Wittmann 4.0 stellt das Unternehmen seit Ende 2014 eine App zur Statusabfrage von Spritzgießmaschine und Roboter zur Verfügung. Über die WiBa QuickLook App kann der Status der Spritzgießmaschinen und Roboter auf einfache und bequeme Weise über das Smartphone innerhalb des Firmen WLAN’s abgerufen werden. Die QuickLook App verbindet sich mit den jeweils aktuellsten Softwareversionen von Wittmann R8.3 Robotern und Wittmann Battenfeld Unilog B6P Steuerungen. Mithilfe von WiBa QuickLook können somit die wichtigsten Betriebsdaten und die Zustände der wesentlichsten in einer Produktionszelle funktionierenden Geräte schnell und einfach eingesehen werden. MM

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