Suchen

Präzisionsdrehzentren Zu mehr Produktivität durch Simultanbearbeitung

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Die Carl Benzinger GmbH präsentiert auf der EMO Hannover 2017 eine neue Variante der bewährten Baureihe Präzisionsdrehzentren Go Future mit zwei Revolvern und jeweils 48 Werkzeugpositionen.

Firma zum Thema

Die jüngste Variante der bewährten Präzisionsdrehzentren Go Future von Benzinger ist mit einem zweiten, unteren Werkzeugrevolver ausgestattet, der ein zeitgleiches Bearbeiten von Werkstücken an Vorder- und Rückseite ermöglicht.
Die jüngste Variante der bewährten Präzisionsdrehzentren Go Future von Benzinger ist mit einem zweiten, unteren Werkzeugrevolver ausgestattet, der ein zeitgleiches Bearbeiten von Werkstücken an Vorder- und Rückseite ermöglicht.
(Bild: Benzinger )

Für industrielle Fertigungsbetriebe, die überwiegend kleine, hochgenaue Bauteile produzieren, hat die Carl Benzinger GmbH in Pforzheim die wirtschaftlichen Drehzentren Go Future konzipiert. Durch den kompakten und stabilen Aufbau, die Gegenspindel zur Vor- und Rückseitenbearbeitung sowie die angetriebenen Werkzeuge auf einem Werkzeugrevolver VDI25 mit 12 oder 16 Stationen eignen sich die Präzisionsdrehzentren für die Medizin- und Dentaltechnik, die Uhren- und Schmuckindustrie, die Mikro- und Feinmechanik, die Automotive-Industrie sowie für viele andere Industriebranchen.

Zweiter Werkzeugrevolver

Zur Messe EMO 2017 in Hannover präsentiert Benzinger nunmehr die zusätzliche Variante Go Future B6. Sie sorge dafür, dass Fertigungsbetriebe speziell kleine, hochkomplexe Präzisionsteile noch wirtschaftlicher und produktiver bearbeiten können. Dazu ist diese Ausführung der Präzisionsdrehzentren zusätzlich zu dem oberen Werkzeugrevolver, der in X- und Z-Achse – optional in der Y-Achse – verfahren kann, mit einer Gegenspindel ausgestattet, die auf einer X- und Z-Achse aufgebaut ist. Ein zusätzlicher, unterer Werkzeugrevolver VDI25 mit 12 Stationen befindet sich fest auf dem Schrägbett. Als Option kann er mit einer Y-Achse ausgestattet werden.

Das ermöglicht eine Simultanbearbeitung. Werkzeuge im unteren Revolver bearbeiten ein Bauteil, das nach der Übergabe in der Gegenspindel aufgenommen ist, an der Rückseite, während zeitgleich bereits das nächste Bauteil in der Hauptspindel mit Werkzeugen im oberen Revolver bearbeitet wird. Das sorgt für deutlich kürzere Bearbeitungszeiten um bis zu 40 % gegenüber der sequentiellen Bearbeitung.

Sind beide Werkzeugrevolver optional mit der Y-Achse ausgestattet, können Werkzeuge NC-gesteuert exakt auf die Spitzenmitte justiert werden und angetriebene Werkzeuge außermittig auf beiden Spindeln beispielsweise quer bohren oder Nuten fräsen. Das verkürzt und vereinfacht zum einen das Rüsten insbesondere kleiner Werkzeuge, zum anderen ermöglicht es eine Komplettbearbeitung mit angetriebenen Werkzeugen. Letztere können beide Revolver auf jeder ihrer 12 Stationen aufnehmen.

Trotz der vielen Bearbeitungsmöglichkeiten und der simultanen Komplettbearbeitung ist die Präzisionsdrehmaschine Go Future B6 bauartbedingt sehr kompakt und hochgenau und eignet sich somit ideal zum Fertigen kleiner und kleinster Bauteile.

Auf 12fach-Revolver 48 Positionen nutzbar

Mit einer besonderen Ausführung der beiden Werkzeugrevolver lassen sich auch sehr komplexe Miniaturbauteile mit vielen Geometriedetails in einem Ablauf komplett bearbeiten. Dazu wird der Revolver so gesteuert, dass er auf 48 Positionen taktet. Spezielle Werkzeugaufnahmen ermöglichen – je nach Baugröße von Werkzeughalter und Abmessungen der Werkzeuge – bis zu vier Werkzeuge auf einer Revolverstation einzusetzen. Somit lassen sich auf jedem Werkzeugrevolver einfach bis zu 48 Werkzeuge nutzen. Zusätzlicher Vorteil der speziellen Werkzeugaufnahmen sind kürzere Rüstzeiten an der Maschine. Bereits außerhalb der Maschine können auf einem Einstellblock die Werkzeuge in den Werkzeugaufnahmen exakt justiert werden.

Um für kleine und kleinste Werkstücke sinnvolle Schnittgeschwindigkeiten zu erreichen, stehen unterschiedliche Drehspindeln mit Drehzahlen bis 15000 min-1 zur Verfügung. Die Stangendurchlässe liegen in einem Bereich zwischen 16 und 42 mm. Mit sehr feinfühligen Präzisionsspannzangen und Backenfuttern nehmen sie kleinste, filigrane und dünnwandige Bauteile exakt rundlaufend und verzugsfrei auf.

Die neue Variante der Baureihe Go Future, die eine Simultanbearbeitung an Vorder- und Rückseite der zu fertigenden Werkstücke realisiert, eignet sich bevorzugt zum Fertigen hochkomplexer Miniaturbauteile in großen Serien. Sie vereint die Vorteile der seit zehn Jahren bewährten Baureihe – kompakter, modularer Aufbau, höchste Steifigkeit und Präzision – mit besonders hoher Produktivität durch Simultanbearbeitung. Auf Wunsch verwirklicht Benzinger individuell angepasste Systeme zum Entnehmen der fertig bearbeiteten Werkstücke für diese hochproduktiven Präzisionsdrehzentren.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44746934)