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Stratasys

Zukünftige Drucker arbeiten schneller und produktiver

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Firmen zum Thema

Wie geht man bei Stratasys auf das Trendthema Industrie 4.0 ein?

Industrie 4.0 ist auch für uns ein wichtiger Punkt, denn schließlich erlaubt der 3D-Druck individualisierte Serienfertigung in Echtzeit, ohne Montage und ohne Lagerhaltung. Zum Beispiel haben wir auf der diesjährigen Hannover Messe mit SAP und weiteren Partnern zusammen den Showcase „Open Integrated Factory“ präsentiert. Dabei wurden Schlüsselanhänger mit integriertem Smart Chip und individuell gestalteter Oberschale live hergestellt. So konnte den Besuchern unter anderem gezeigt werden, dass sich auch individuelle Produkte so wirtschaftlich wie Massenartikel herstellen lassen.

Was tut sich im Bereich der Software hinsichtlich neuer Funktionen generell?

Tatsächlich eine ganze Menge. Stratasys hat gerade im Rahmen seiner neuen Softwarestrategie mit der offenen Design-to-3D-Print-Workflow-Applikation GrabCAD Print eine Anwendung vorgestellt, die den 3D-Druck benutzerfreundlicher und intuitiver gestaltet und somit den gesamten Prozess vereinfacht. Die intuitiven Benutzeroberflächen unserer Software vereinfachen elementare Prozessschritte wie die Materialauswahl, die Druckoptimierung und die Druckauftragsverwaltung ganz erheblich. Gedruckt werden VRML-Dateien in Vollfarbe und beliebige Kombinationen starrer, flexibler, transparenter oder undurchsichtiger Materialien in nur einem Bauteil – dabei werden alle Materialien mit einer Schichtstärke von nur 14 µm aufgetragen. Auch der Druck von farbigen Digital ABS ist heute problemlos möglich.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des 3D-Drucks?

Unsere 3D-Druck-Systeme stellen eine perfekte Ergänzung zu den konventionellen Herstellungsmethoden dar, mit der Produktionsprozesse in vielen Bereichen vereinfacht und verbessert werden können – unter anderem weil der 3D-Druck ganz neue Möglichkeiten in puncto Konstruktion und Designs schafft. Darüber hinaus wäre ein Um- beziehungsweise Weiterdenken im Bereich der Ausbildung wünschenswert. Denn Unternehmen werden vom Potenzial des 3D-Drucks erst dann nachhaltig profitieren können, wenn ihre Ingenieure und Designer die besonderen Modalitäten und Chancen des additiven Fertigungsprinzips und das dadurch Machbare auch richtig verstanden und verinnerlicht haben. MM

* Andy Middleton ist seit September 2015 President EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) bei Stratasys, EMEA Regional Office in 77836 Rheinmünster, Tel. (0 72 29) 77 72-0, www.stratasys.com/de

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