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Pick-Systeme

Zukunftssicheres Kommissionieren mit ergonomischen Datenbrillen

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xPick-Systems verzichtet vollständig auf Regalelektronik

Die Pilotierung des xPick-Systems ist dabei dank flexibler Auswahl der Displaytechnologie und vollständigem Verzicht auf Regalelektronik vergleichsweise einfach und kostengünstig durchzuführen. Viele Kunden, die sich inzwischen für dieses System entschieden haben, haben im ersten Schritt auf die eher vertraute Tablettechnik gesetzt, um den Sprung vom Pickzettel zur futuristischen HMD-Technologie nicht auf ein Mal bewältigen zu müssen. Es gibt aber auch Projekte, bei denen der Einsatz von Datenbrillen und Tablet-PC kombiniert wird. Durch diese Flexibilität wird der Technologieumstieg für die Mitarbeiter vereinfacht und die unterschiedlichen Anzeigetechnologien können ihre jeweiligen Vorteile optimal ausspielen.

Ungeachtet der noch jungen Produkthistorie steigt die Anzahl der Kunden und Anwender für dieses System. Doch nicht nur große Unternehmen wie Daimler profitieren schon heute von der neuartigen Art der Kommissionierung, die gestern noch eine Vision zu sein schien. Zunehmend mehr Mittelständler setzen auf das kostengünstige und flexible Angebot für eine Kommissionierlösung.

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Die Pilotierung des Systems läuft zurzeit bundesweit bei mehreren Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen, die alle eins gemeinsam haben: steten Bedarf an einer schnellen und fehlerfreien Kommissionierung. Dass der Kommissionierer den aktuellen Auftrag immer im Blickfeld hat und mit beiden Händen arbeiten kann, begünstigt zusätzlich die Prozesssicherheit. Und dadurch, dass das System permanent mit dem hauseigenen LVS kommuniziert und die abgearbeiteten Aufträge ebenso zurückmeldet wie Fehlmengen oder Beschädigungen, kann das Unternehmen in Echtzeit auf Veränderungen im Lager reagieren und so die komplette Supply Chain weiter optimieren.

Das Unternehmen WS Kunststoff-Service geht da bereits einen Schritt weiter: Neben „xPick“ im Kommissionierbereich setzt der Automobilzulieferer auch „xMake“ bei einer seiner Montagelinien ein. Die für Datenbrillen optimierte Lösung zur Werkerführung und Qualitätssicherung arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip wie xPick – die Software leitet den Arbeiter Schritt für Schritt durch einen vordefinierten Montageprozess. Der Anwender erhält kontextspezifische Informationen direkt in seinem Blickfeld, während das intelligente System mit in der Umgebung installierten Sensoren kommuniziert und dank der sequenziellen Prozessführung für hohe Prozesssicherheit und geringe Fehlerraten sorgt.

Durch die Verknüpfung der beiden Applikationen wird hier eine nahtlose Anbindung der Intralogistik an die Produktion sichergestellt, wodurch die abgebildete Produktions-Wertschöpfungskette erweitert wird.

AR-Lösung von morgen markiert das richtige Regal direkt im Sichtfeld

Aufgrund der Unabhängigkeit von Hardwareherstellern kann xPick stets mit der besten verfügbaren Technologie eingesetzt werden. Für den produktiven Einsatz der Kommissionierlösung empfiehlt Ubimax das Datenbrillenmodell M100 von Vuzix.

Doch schon heute entwickelt das Unternehmen eine Augmented-Reality-(AR-)Lösung für morgen. Die Applikation, von der es bereits einen ersten Prototypen gibt, navigiert den Kommissionierer direkt zum richtigen Entnahmefach und markiert das richtige Fach im Regal direkt im Sichtfeld des Arbeiters. MM

* Leonid Poliakov ist Projektleiter bei der Ubimax GmbH in 28195 Bremen, Tel. (04 21) 89 77 19 02, leonid.poliakov@ubimax.de

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